Verschluss
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Verschluss

Neben dem klassischen Naturkorken wurden im Laufe der Zeit einige weitere Verschlussmöglichkeiten konzipiert. Sie haben allesamt gewisse Vor- und Nachteile. Die Entscheidungsgründe für einen bestimmten Verschluss können vielfältig sein.


Naturkork

Naturkork ist der traditionelle Weinverschluss und immer noch am weitesten verbreitet. Er wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen und weist somit eine sehr gute Ökobilanz auf. Kork ist geruchs- und geschmacksneutral und verschließt Flaschen über viele Jahre sehr zuverlässig. Allerdings kann ein fehlerhafter Korken den Wein verderben, sodass er auch ein Risiko darstellt. 


Drehverschluss

Ein Risiko zum Verderb besteht dagegen beim Drehverschluss bzw. Schraubverschluss nicht. Ein Kunsttoffblättchen in der Kapsel stellt sicher, dass der Verschluss dicht ist, dass aber auch noch ein gewisser Durchsatz an Luft möglich ist. Hochwertige Drehverschlüsse sind inzwischen etabliert und werden auch bei Premiumweinen eingesetzt. Bei Weinen mit einer hoben Lebenserwartung von 10 und mehr Jahren, sind sie seltener zu finden. In Frankreich, Spanien und Portugal sind Drehverschlüsse seltener anzutreffen. Da die Kapsel meist aus Aluminium besteht, weisen Drehverschlüsse allerdings eine deutlich ungünstigere Ökobilanz als Naturkorken auf. 


Glasverschluss

Ein Glasverschluss besteht aus einem Glaspropfen mit einem Dichtungsring aus Silikon. Eine zusätzliche Kappe aus Alu bringt weiteren Schutz. Dieser Vorschuss ist sicher, leicht zu öffnen und wertig. Allerdings ist er teurer als die Alternativen und es wird eine spezielle Flasche benötigt, sodass die in geringeren Stückzahlen produzierten Flaschen ebenfalls höhere Kosten verursachen. Glasverschlüsse sind wenig verbreitet. Am ehesten sind sie in Österreich und manchmal auch in Deutschland anzutreffen. 


Technolog. Kork (DIAM etc.)

Technologische Korken vereinen die traditionellen Korkverschlüsse mit Vorteilen der geruchs- und geschmacksneutralen Verschlüsse. Unternehmen wie z.B. DIAM haben sich hier auf die Entwicklung von Korken spezialisiert, die je nach Wunsch über unterschiedliche Durchlässigkeitsgrade von Sauerstoff verfügen. Zusätzlich sind diese Korken frei von TCA (Trichloranisol), der Substanz, die einen Korkgeschmack im Wein hervorruft.
Damit sind technologische Verschlüsse eine sehr gute Wahl.


Kunststoffkork

Auch mit einem Kunststoffkorken (aus einer Gummi- oder Teflonmischung) wird die Gefahr eines Korkfehlers im Wein vermieden. Allerdings verlieren diese Verschlüsse nach einer gewissen Zeit ihre Elastizität und lassen mehr Luft in die Flasche, sodass die Weine schneller oxidieren. In den meisten Fällen werden Kunststoffkorken daher für sehr günstige Weine verwendet, die nicht für eine Lagerung bestimmt sind und in wenigen Tagen und Wochen nach dem Kauf getrunken werden.


Kronkork

Ein Kronenkorken, der in der Weinwelt oft aus Edelstahl und nicht aus Blech besteht, ist eine sehr gute Möglichkeit, Wein zu verschießen. Er ist sehr sicher und sogar in geringem Maße über die Kunststoffschicht im Inneren luftdurchlässig. Anzutreffen ist er bei Pet Nats und bei einfachen Weinen. Für hochwertige Weine wird er äußerst selten verwendet, da die Akzeptanz beim Verbraucher gegenüber Kronenkorken bei Wein nicht gegeben ist. 
Für die zweite Gärung und das Hefelager von Schaumweinen bei der Traditionellen Flaschengärung werden standardmäßig Kronkorken verwendet.  


Presskork

Der Presskork wird aus geschreddertem Korkmaterial mithilfe eines Bindemittels hergestellt. Dünne Korkscheiben an beiden Enden verhindern, dass der Wein mit dem Bindemittel in Kontakt kommt. Diese Verschlussart ist simpel und wird bei günstigen Weinen verwendet. 
    

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