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Champagne Hugues & Lucille Godmé

Montagne de Reims: spannungsgeladene und kraftvoll-frische Terroir-Champagner

Frisch, geradlinig, mit einem Zug, der im Glas noch lange nachklingt: Die Champagner aus Verzenay haben etwas Unvermitteltes, das man selten antrifft. Ihre Tiefe verdanken sie gebrauchten Barriques, einem langen Hefelager und hohen Reserveweinanteilen. Hugues Godmé ist ein Pionier des biodynamischen Weinbaus: Bereits 2006 stellte er seinen Betrieb um, als das in der Champagne noch niemand tat. Seit 2020 arbeitet seine Tochter Lucille an seiner Seite und trägt das Weingut in die nächste Generation.

Weingut Godmé, Hugues & Lucille

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Champagne Hugues & Lucille Godmé

1976 schloss Hugues Godmé die Weinbauschule ab. Zur Feier schenkte ihm sein Vater eine Parzelle in Verzenay, Grand Cru an der nördlichen Montagne de Reims, als wäre das die selbstverständlichste Geste der Welt. Für die Familie Godmé war es das auch: Seit dem frühen 20. Jahrhundert bauen sie hier Wein an, Hugues' Großvater Joseph hatte nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Eigenabfüllung begonnen. Was Hugues aus diesem Erbe machte, war allerdings alles andere als selbstverständlich: Als einer der ersten Winzer in der Champagne stellte er 2006 den Betrieb zunächst auf biologische, wenig später auf biodynamische Bewirtschaftung um. Die offizielle EU-Bio-Zertifizierung folgte 2013, Biodyvin ein Jahr später.

Heute bewirtschaften Hugues und seine Tochter Lucille, die seit 2020 maßgeblich Verantwortung übernimmt, insgesamt 7,6 Hektar in 40 Parzellen über vier Gemeinden verteilt: Verzenay und Verzy als Grand Cru, Villers-Marmery und Ville-Dommange als Premier Cru. Die Reben sind im Schnitt 30 Jahre alt, die ältesten über 60.

Warum Champagne Hugues Godmé?

Godmé-Champagner sind nicht hip. Sie folgen keinem Trend, bedienen keine Nische und werben nicht laut für sich. Hugues und Lucille sind die Art von Winzern, die man leicht übersieht, weil die Familie schlicht nicht aufdringlich ist. Folgerichtig machen sie bodenständige Champagner, die biodynamisch und nachhaltig erzeugt werden. Sie sind frisch, geradlinig und druckvoll, dabei trinkfreudig genug, dass man immer wieder zum Glas greift. Tiefe gewinnen sie aus gebrauchten Barriques, dem ausgedehnten Hefelager und einem hohen Anteil an Reserveweinen, nicht aus Dosage oder übermäßigen Eingriffen im Keller. Dass das Ergebnis so selbstverständlich wirkt, ist kein Zufall, sondern die Frucht von fast zwei Jahrzehnten konsequenter Arbeit im Weinberg.

Die Champagner

La Réserve, La Douce Réserve und Les Terres d'Unions teilen dieselbe Grundweinbasis: zu gleichen Teilen Chardonnay, Pinot Noir und Meunier aus Premier-Cru-Lagen, mit mehr als der Hälfte Reserveweinen mehrerer Jahrgänge. La Réserve ist der zugänglichste der drei, ausgewogen und breit aufgestellt. La Douce Réserve richtet sich mit deutlich mehr Süße an Trinker, die Schmelz schätzen. Les Terres d'Unions verzichtet vollständig auf Dosage und ist entsprechend straffer und direkter.

Der Blanc de Blancs Premier Cru aus den Gemeinden Villers-Marmery und Ville-Dommange zeigt ohne Dosage eine schlanke, salzige Spannung, die ihn als Aperitif ebenso überzeugend macht wie als Speisenbegleiter. Les Alouettes Saint Bets geht weiter: reiner Chardonnay von einer ostseitigen Einzelparzelle in Villers-Marmery, alte Reben über kreidereichem Untergrund mit wenig Ton, eine Dichte und Spannung, die man bei Blanc de Blancs von der Montagne de Reims selten antrifft. Grands Jardins - Le Blanc de Noirs kommt als reiner Pinot Noir aus den Grand-Cru-Gemeinden: Substanz und Fülle, dazu eine lebendige Säure, die den Champagner trotz seines Körpers leichtfüßig hält. Les Champs Saint Martin zeigt als reiner Pinot Noir aus Premier-Cru-Lagen eine Komplexität, die weit über die Rebsorte hinausgeht. Les Romaines besteht vollständig aus Meunier der Lage Ville-Dommange. Den Bogen schließt Grand Cru Millésime als Assemblage aus Chardonnay und Pinot Noir, die nur in wirklich guten Jahren entsteht.

Grands Jardins - Le Rosé ist substanziell, aber transparent genug, um sich klar vom Mazerationsstil abzugrenzen. Rosé de Macération ist das Gegenteil: dunkler im Ton, direkter im Zugriff, körperreicher.

Daneben entstehen unter dem Namen Fenêtre sur Coteaux ein roter und ein weißer Coteaux Champenois.

Weinberg & Keller

Die Umstellung auf biodynamischen Weinbau 2006 war für Hugues keine Reaktion auf einen Trend, sondern eine Schlussfolgerung aus dem, was er in seinen Weinbergen beobachtete. Seither wird gepflügt, zwischen den Rebzeilen wächst Begrünung, vor der Blüte wird gemulcht, und Pflanzenstärkungsmittel ersetzen chemische Behandlungen. Die Erträge werden bewusst moderat gehalten. Das Ergebnis sind tiefer wurzelnde Reben, konzentriertere Trauben und ein Boden, den Hugues und Lucille als lebendiges System behanden, nicht als bloßes Trägermedium.

Im Keller gilt dasselbe Prinzip wie im Weinberg: Die Trauben jeder Parzelle werden separat vergoren, entweder in Emaille-Tanks oder in gebrauchten Barriquefässern, je nach Charakter des Jahrgangs. Die Vergärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen. Der biologische Säureabbau wird weder eingeleitet noch blockiert, er findet je nach Jahrgang und Lage statt oder nicht. Die Assemblage ist kein festes Rezept, die Grundweine werden je nach Jahrgangsbild neu zusammengestellt. Reserveweine machen in vielen Cuvées mehr als die Hälfte aus, was den Champagnern jahrgangsübergreifend Konsistenz verleiht, ohne sie vollständig zu vereinheitlichen. Auf Schönung und Filtration wird vollständig verzichtet. Das Hefelager reicht von knapp drei Jahren bei den Basis-Champagnern bis zu über einem Jahrzehnt bei den Einzellagen-Cuvées.

Auf einen Blick

Name Champagne Hugues & Lucille Godmé
Winzer Hugues Godmé
Ort Verzenay
Bewirtschaftung biodynamisch
Zertifizierung EU Bio Siegel seit 2013, Biodyvin
Pressen alte Coquard-Presse mit 4.000 kg
Gären spontane Gärung in Holzfässern
Ausbau ausgedehntes Hefelager, Verzicht auf Filtration und Schönung, minimale Schwefelzugabe
Lagerung gebrauchte Barriquefässer, Emaille-Tanks
Betriebsgröße 7,6 Hektar
Produktion 35.000 Flaschen

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