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Conti Capponi

 

Chianti Classico: feiner, tiefgründiger Sangiovese mit florentinischer Handschrift

Fein wie Chambolle-Musigny, tief wie der Kalkstein unter seinen Reben: Der Sangiovese von Villa Calcinaia trägt eine Präzision, die im Chianti Classico-Gebiet nicht selbstverständlich ist. Frisch, ausgewogen und von langer Haltbarkeit, zeigen die Weine, was kalkhaltiger Tonboden und historische Klone aus der Rebsorte herausholen können. Sebastiano Capponi, 37. Generation einer florentinischen Patrizierfamilie, übernahm das Gut 1992 nach seinem Politikstudium in Florenz. Was folgte, war ein konsequenter Neuanfang: biologische Bewirtschaftung, Spontangärung, klare Herkunft. Das Ergebnis ist ein Weingut mit echter Tiefe und einem bemerkenswert guten Preis-Genuss-Verhältnis.
 



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Conti Capponi

Sebastiano Capponi studierte zunächst Politikwissenschaften in Florenz und entschied sich dann doch für die Weinberge seiner Familie. 1992 übernahm er als erster Capponi überhaupt die persönliche Leitung von Villa Calcinaia, einem Gut, das seine Familie seit 1524 besitzt. Den Grafentitel, der dem Namen voransteht, trägt die Familie seit Jahrhunderten: Die Conti Capponi gehörten zu den einflussreichsten Florentiner Patrizierfamilien, machten als Seidenhändler und Bankiers Geschäfte in ganz Europa und stiegen in den Adel auf. Das Weingut selbst erwarb Niccola di Andrea Capponi im Jahr 1524 von einem gewissen Sebastiano del Caccia – nicht als strategische Investition, sondern um eine Schuld zu tilgen. Sebastiano, der 37. Generation entstammend und von seinem Bruder Niccolò unterstützt, hat daraus etwas Eigenes gemacht: ein organisch bewirtschaftetes Weingut, das mit dem Sangiovese des linken Greve-Ufers eine stilistische Handschrift pflegt, die ihn selbst an Chambolle-Musigny erinnert – fein, zugänglich, aber von langer Haltbarkeit.

Das 200 Hektar große Anwesen liegt in Greti, einem Ortsteil von Greve in Chianti, in der UGA-Großlage Montefioralle. Der Name Calcinaia verweist auf das Kalksteinmaterial, das hier einst abgebaut wurde. Sebastiano und Niccolò haben aus dieser geologischen Besonderheit eine Weinphilosophie entwickelt, die auf historische Sangiovese-Klone setzt, auf biologische Bewirtschaftung und auf einen ehrlichen, unverfälschten Ausdruck des Terroirs.


Warum Conti Capponi – Villa Calcinaia?

Es gibt Weingüter in der Toskana, die von ihrer Geschichte zehren, ohne aus ihr etwas zu machen. Villa Calcinaia gehört nicht dazu. Sebastiano hat das Gut von Grund auf umgebaut: Weinberge renaturiert, alte Klone wiederentdeckt, auf synthetische Mittel verzichtet. Die Weine sind das Ergebnis eines langen Weges. Der Sangiovese, wie er hier auf kalkhaltigem Tonboden gedeiht, zeigt eine Finesse und Präzision, die in Chianti Classico nicht selbstverständlich ist. Dazu kommen drei einzeln vinifizierte Weinberge, deren Unterschiede so deutlich ins Glas kommen, dass man nicht über Terroir reden muss – man trinkt es einfach. Für ein Weingut dieser Tiefe ist das Preis-Genuss-Verhältnis der Basisweine bemerkenswert gut.


Die Weine

Namensgeber des Cappone aus der gleichnamigen Produktlinie ist kein Capponi, sondern ein älterer Verwandter der Familiengeschichte: Ein Dokument aus dem Jahr 1056 erwähnt einen gewissen „Uguccio dicto Capponio“ und trägt damit den Ursprung des Namens ins frühe Mittelalter zurück. Der Wein selbst ist reinsortig aus Sangiovese, wächst auf jüngeren, nach Osten ausgerichteten Lagen, wird in Edelstahl vergoren und reift anschließend in Betontanks. Er ist der zugänglichste des Hauses: frisch, fruchtig, unmittelbar trinkbar und dabei von einer Klarheit, die ihn über sein Preissegment hinaushebt.

Für den Chianti Classico setzt Sebastiano auf Sangiovese mit einem kleinen Anteil Canaiolo von den älteren Lagen des Guts. Nach Ausbau in großen Holzfässern und Tonneaux zeigt er die kalkig-tonige Tiefe des linken Greve-Ufers: ausgewogen, lebendig und mit genügend Struktur für einige Jahre im Keller.

Der Chianti Classico Riserva stammt aus zwei Parzellen alter Reben mit bester Exposition und ist reinsortig aus Sangiovese gekeltert. Die Reife in französischen Tonneaux und slawischem Großholz verleiht ihm mehr Textur und Dichte, ohne die charakteristische Finesse des Hauses zu überlagern.


Weinberg & Keller

Von den 200 Hektar Fläche sind rund 30 Hektar mit Reben bestockt. Der Boden auf dem linken Greve-Ufer ist kalkhaltig und tonreich, geprägt vom sogenannten Calcinaia-Grauton, der dem Weingut seinen Namen gegeben hat. Sebastiano bewirtschaftet die Weinberge seit Beginn seiner Tätigkeit nach biologischen Leitlinien und hat 2014 die Zertifizierung erhalten. Historische Klone wurden einzeln selektioniert und als Grundlage für die Neupflanzungen der Weinberge genutzt. Im Keller vertrauen Sebastiano und Weinberater Federico Staderini auf Spontangärung mit natürlichen Hefen. Die Vergärung erfolgt in Edelstahl und Beton, die Reife je nach Wein in großen slawischen Holzfässern, französischen Tonneaux und Betonbehältern. Qualität entsteht hier durch Zurückhaltung, im Weinberg wie im Keller.



Name Conti Capponi
Winzer Sebastiano Capponi
Ort Greve, Italien
Bewirtschaftung biologisch
Zertifizierung EU Bio Siegel
Gären spontane Gärung
Lagerung Edelstahltank, Betontanks, große Holzfässer
Betriebsgröße 30 Hektar
Produktion 50.000 Flaschen Flaschen

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