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Domaine Sainte Barbe - Jean-Marie Chaland


Mâconnais: terroirbetonte Bio-Chardonnays von alten Reben

Die Chardonnays der Domaine Sainte Barbe schmecken nach ihrer Herkunft und verstecken sich nicht hinter Holz. Reife gelbe Frucht trifft auf eine kühle, salzige Ader, die jeden Wein lebendig und leicht hält. Dahinter steht Jean-Marie Chaland, der nach Stationen in der Champagne, in Châteauneuf-du-Pape und Australien in den Süden des Burgunds zurückkehrte und 2000 die Domaine gründete. Heute bewirtschaftet er mit seiner Partnerin Ewelina insgesamt 9,5 Hektar größtenteils alter Reben, seit 2003 biologisch zertifiziert. Er behandelt seine Lagen mit einer Sorgfalt, wie man sie sonst von der Côte d'Or kennt, allerdings zu einem beeindruckenden Preis-Genuss-Verhältnis.



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Domaine Sainte Barbe - Jean-Marie Chaland

Bevor Jean-Marie Chaland nach Viré zurückkehrte, hatte er sich gründlich in der Welt umgesehen. Nach der Ausbildung in Weinbau und Önologie führten ihn Stationen in die Champagne, nach Châteauneuf-du-Pape und bis nach Australien. Erst im Anschluss übernahm er den Familienbesitz im Süden des Burgunds, wo schon sein Großvater Victor in den 1930er Jahren Reben pflanzte und sein Vater Jean-Noël ab 1967 den ersten Wein im eigenen Keller abfüllte. Im Jahr 2000 gründete Jean-Marie mit 4 Hektar die Domaine Sainte Barbe.

Heute bewirtschaftet er gemeinsam mit seiner Partnerin Ewelina 9,5 Hektar, verteilt auf 23 Parzellen in den Orten Viré, Montbellet und Burgy. Den größten Teil der Rebfläche stellt Chardonnay, dazu kommen kleine Anpflanzungen Pinot Noir und Gamay für die Rotweine. Drei Viertel der Reben sind älter als 50 Jahre alt, einige tragen seit fast einem Jahrhundert Früchte. Seit 2003 ist das Weingut biologisch zertifiziert, gelesen wird ausschließlich von Hand. Sein Anspruch ist schlicht: Wer im Weinberg sauber arbeitet, muss im Keller kaum eingreifen.


Warum die Domaine Sainte Barbe?
 
Das Mâconnais steht selten im Rampenlicht, und genau das macht Jean-Marie Chalands Weine interessant. Er behandelt seine Einzellagen mit einer Sorgfalt, die man sonst weiter nördlich an der Côte d'Or erwartet, allerdings ohne deren Preise zu verlangen. Seine Weine stehen für „Balance, Struktur, Reinheit, Salzigkeit, Seidigkeit, einen Hauch von Butter und Würze und vieles mehr“, wie er selbst sagt. Die Mischung aus altem Rebbestand, Handarbeit und Zurückhaltung im Keller ergibt Chardonnays, die nach seinem Ort schmecken und sich nicht hinter Holz verstecken. In unserem Sortiment ist er der unkomplizierte Burgunder fürs Mittagessen, der dennoch Format hat.


Die Weine

Den Einstieg bildet Viré-Clessé Vieilles Vignes, ein Chardonnay von alten Reben mehrerer Parzellen. Er zeigt reife gelbe Frucht, bleibt aber durch eine kühle, leicht salzige Ader auf der geraden Linie und wirkt nie schwer. Wer das Weingut kennenlernen will, fängt am besten damit an. Den roten Gegenpol setzt Bourgogne La Chapelle, ein Pinot Noir der überschaubaren roten Rebfläche des Betriebs. Schlank und mit zarter Würze ist er ein unkomplizierter Essensbegleiter.

Bei den Lagenweinen wird es richtig interessant: Viré-Clessé La Forétille ist der zugänglichere der beiden. Floral und fein gezeichnet, mit einer Säure, die den Wein in die Länge zieht, bleibt er hell und dynamisch. Anders Viré-Clessé Thurissey: Hier stammen die Reben aus einer der ältesten Parzellen der Appellation, teils annähernd hundert Jahre alt, und der Wein braucht entsprechend Zeit. Ein Teil reift in der Amphore, der Rest in gebrauchten Fässern. Die Amphore nutzt Jean-Marie bewusst zurückhaltend, denn sie soll den Wein ergänzen und nicht prägen. Dieser Gebindemix gibt ihm Tiefe und eine cremige Textur, ohne ihn mit Holz zu überladen. Am Ende steht der dichteste und nachhaltigste Wein des Weinguts, mehr auf Substanz als auf Lautstärke angelegt.


Weinberg & Keller

Im Weinberg gibt Handarbeit den Takt an: Jean-Marie pflügt die Böden, lässt zwischen den Zeilen Begrünung stehen und verzichtet auf synthetische Herbizide, so wie es schon sein Großvater tat. Seit 2003 ist die Bewirtschaftung biologisch zertifiziert, in der Praxis orientiert er sich zusätzlich an biodynamischen Praktiken. Die Begrünung hält den Boden lebendig und zwingt die Reben, tiefer nach Wasser und Mineralien zu suchen. Ihr hohes Alter sorgt für niedrige, aber konzentrierte Erträge.

Die Böden gehen auf das mittleren Jura-Zeitalter zurück, ein Geflecht aus Kalkstein, das von Verwerfungen durchzogen ist. Genau diese kleinräumigen Unterschiede erklären, warum benachbarte Parzellen so verschieden ausfallen können. Im Keller hält Jean-Marie sich zurück: spontane Gärung mittels eigener Hefen ohne Reinzucht, Ausbau im Edelstahltank, gebrauchten Holz und teils Amphore, dazu nur wenig Schwefel. So landet einzig im Glas, was der Weinberg vorgibt, und nicht das, was der Kellerausbau hinzufügt.



Name Domaine Sainte Barbe - Jean-Marie Chaland
Winzer Jean-Marie Chaland
Ort Viré
Bewirtschaftung biologisch
Zertifizierung Agriculture Biologique, EU Bio Siegel seit 2003
Gären spontane Gärung
Ausbau Verzicht auf Schönung und Stabilisierung, geringe Schwefelzugabe
Lagerung Edelstahltank, große und kleine gebrauchte Holzfässer, teils Amphoren
Betriebsgröße 9,5 Hektar
Produktion 50.000 Flaschen
Weingut Domaine Sainte Barbe - Jean-Marie Chaland Weingut Domaine Sainte Barbe - Jean-Marie Chaland

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