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Cose

Champagne: Garagen-Projekt von zwei Enthusiasten mit den Trauben von Winzerstars

Jeder Champagner ein Einzellagenwein, reinsortig, aus einem Jahrgang – keine Assemblage, kein wiederholbarer Hausstil. Gil Conejo, ehemaliger Kellermeister bei René Geoffroy, und Victor Allier, Gastronom aus Chouilly, verwirklichen mit Cose eine radikale Idee: Sie besitzen kein eigenes Land, sondern arbeiten mit befreundeten Spitzenwinzern zusammen, deren Parzellen sie faszinieren. Die Trauben werden vor Ort gepresst, dann in Gils Garage nach Chouilly gebracht, wo in wenigen gebrauchten Fässern Champagner entstehen, die von spezifischen Böden und der Handschrift ihrer Erzeuger erzählen. Spontangärung, Pied de Cuve, Ausbau unter Kork statt Kronkorken – minimalste Intervention, maximaler Ausdruck. Was als Geheimtipp begann, zählt heute zu den gefragtesten Projekten der neuen Champagner-Szene.

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Cose

„Wir haben kein Land“, sagt Gil Conejo, „aber wir kaufen von Winzern, die Champagner so sehen wie wir.“ Diese Haltung ist der Ausgangspunkt eines der spannendsten Mikro-Négociant-Projekte der Champagne. Gil, gebürtiger Mexikaner mit jahrelanger Erfahrung als Kellermeister bei René Geoffroy, und Victor Allier, Gastronom und Inhaber des angesagten Sacré Burger in Reims sowie Sacré Bistro in Épernay, gründeten Cose mit einer klaren Vision: Champagner zu schaffen, die nicht einen Stil verkörpern, sondern viele. Jedes Jahr wählen die beiden in enger Abstimmung mit befreundeten Spitzenwinzern Parzellen aus, deren Charakter sie fasziniert. Die Trauben werden beim jeweiligen Erzeuger gepresst und sofort in die kleine Garage nach Chouilly transportiert, wo Gil mit der Vinifikation beginnt. Dort entstehen in wenigen Fässern Champagner, die so unterschiedlich sind wie die Lagen und Menschen, aus denen sie stammen.
Die Idee ist radikal einfach und zugleich anspruchsvoll: Jeder Champagner ist ein Einzellagenwein, reinsortig, aus einem Jahrgang. Keine Assemblage, keine Stilistik, die sich wiederholt. Stattdessen jedes Jahr neue Partnerschaften, andere Parzellen, andere Winzer. Was verbindet, ist die gemeinsame Überzeugung, dass große Champagner im Weinberg entstehen und dass Kellerarbeit vor allem eines bedeutet: so wenig wie möglich einzugreifen. Gil und Victor arbeiten mit gebrauchten Fässern, überwiegend von Selosse, verwenden „Pied de Cuve“, einen natürlichen Hefestarter aus einer kleinen Menge selbst vergorener Trauben, zur Anregung der Gärung und verzichten auf Schwefel und Schönung. Die Flaschengärung erfolgt unter Kork, nicht unter Kronkorken. Das schafft eine offenere, weniger reduktive Atmosphäre und macht die Champagner früh zugänglich, ohne ihre Lagerfähigkeit zu beeinträchtigen.
Die Produktionsmengen sind winzig: Pro Jahr entstehen nur wenige tausend Flaschen, verteilt auf mehrere Cuvées. Was als Geheimtipp begann, hat sich in kürzester Zeit zu einem der gefragtesten Projekte der neuen Champagner-Szene entwickelt.

Warum Cose?

Weil hier zwei Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zeigen, dass Négociants nicht zwangsläufig große Häuser mit Millionenproduktion sein müssen. Gil und Victor definieren die Rolle des Händlers neu: als Vermittler zwischen Weinberg und Flasche, als Kuratoren herausragender Parzellen, als Brückenbauer zwischen Winzern und Weinliebhabern. Ihre Champagner sind keine Kompromisse, sondern pointierte Statements. Sie erzählen von spezifischen Böden, von alten Reben, von der Handschrift derjenigen, die die Weinberge bewirtschaften. Gleichzeitig tragen sie Gils kellermeisterliche Präzision und seine Fähigkeit, den Charakter einer Lage herauszuarbeiten, ohne ihn zu überformen. Cose steht für eine neue Generation, die Respekt vor Terroir und Tradition mit Experimentierfreude und Offenheit verbindet. Es sind Champagner für Menschen, die nicht nach einem wiedererkennbaren Hausstil suchen, sondern nach Vielfalt, Authentizität und der Faszination des Unterschiedlichen.

Die Champagner

Der Blanc de Blancs-Champagner Les Rocheforts entsteht in Zusammenarbeit mit Antoine Bouvet, einem der stillen Stars der Vallée de la Marne. Die Trauben stammen aus der gleichnamigen Lage in Bisseuil, einem Premier Cru mit reinen Kreideschichten. Bouvet bewirtschaftet seine Weinberge biodynamisch und mit äußerster Sorgfalt. Die alten Chardonnay-Reben von 1958 bringen Trauben mit natürlicher Konzentration und mineralischer Tiefe hervor. Gil vinifiziert den Most in Holzfässern, lässt ihn spontan vergären und auf der Vollhefe reifen. Der Champagner verbindet Spannung mit einer fast burgundischen Textur, zeigt klare Kreideprägung und eine Länge, die zum Nachdenken einlädt.
Les Terres Bleues ist das Ergebnis der Kooperation mit Flavien Nowack, einem monomanen Winzer aus Vandières, der seit Jahren daran arbeitet, das unterschätzte Potenzial des Meunier sichtbar zu machen. Die Lage Terres Bleues trägt ihren Namen wegen der bläulich schimmernden, tonhaltigen Böden auf fossilreichem Kalkstein. Nowack arbeitet biologisch, vinifiziert parzellenweise und gibt seinen Weinen Zeit. Cose füllt einen reinsortigen Meunier ab, der die Vorurteile gegenüber dieser Rebsorte mit jedem Schluck widerlegt. Energie, Salzigkeit und eine rote Fruchtigkeit, die nie marmeladig wird, prägen den Charakter dieses Champagners. Er ist kraftvoll, ohne schwer zu sein, und zeigt eine Mineralität, die lange nachhallt.
Der Champagner Lieu-Dit La Pucelle stammt aus der Zusammenarbeit mit Thomas Perseval, einem der aufregendsten Winzer seiner Generation. Perseval bewirtschaftet in Chamery, einem Premier Cru der Montagne de Reims, 2,5 Hektar in sechs Parzellen. Er ist biologisch zertifiziert und arbeitet nach biodynamischen Prinzipien. La Pucelle ist eine Lage, die traditionell mit Meunier bestockt ist und auf sandigen, lehmigen und kalkhaltigen Böden liegt. Perseval vinifiziert seine Weine ohne jede Schönung, mit minimalem Schwefel und langem Ausbau im Holz. Der Champagner zeigt die ganze Vielseitigkeit des Meunier: frisch und vertikal, mit einer roten Fruchtigkeit und einer mineralischen Frische, die den Gaumen belebt. Ein Champagner mit Charakter und Tiefe, der sich zu Tisch genauso wohlfühlt wie solo im Glas.

Weinberg & Keller

Da Cose kein eigenes Land besitzt, liegt die Verantwortung für die Weinbergsarbeit bei den jeweiligen Partnerwinzern. Gil und Victor wählen ausschließlich Erzeuger, die nach ökologischen oder biodynamischen Grundsätzen arbeiten und eine naturnahe Bewirtschaftung pflegen. Die Entscheidung, welche Parzellen vinifiziert werden, fällt gemeinsam während mehrerer Besuche im Laufe des Jahres. Gil beschreibt den Prozess als eine Form des Vorstellens: Wie wird diese Lage in diesem Jahr schmecken? Welche Nuancen wird sie hervorbringen?
Nach der Lese werden die Trauben beim jeweiligen Winzer gepresst. Die einzige Bedingung: keine Schwefelung, keine Schönung. Die Moste werden sofort nach Chouilly transportiert, wo Gil in seiner winzigen Garage mit der Vinifikation beginnt. Er arbeitet mit gebrauchten Fässern, die zu etwa 70 Prozent von Selosse stammen. Jedes Fass erhält einen Pied de Cuve als Gärstarter. Die Gärung verläuft spontan mit wilden Hefen, gefolgt vom biologischen Säureabbau. Bislang hat Gil noch keinen Schwefel zugesetzt, schließt es aber nicht aus, sollte es ein Jahrgang erfordern. Die Flaschengärung erfolgt unter Kork statt unter Kronkorken. Diese Methode erlaubt einen sanfteren, weniger reduktiven Reifeprozess und macht die Champagner früh zugänglich, ohne ihre Entwicklungsfähigkeit zu schmälern. Was in dieser Garage entsteht, sind keine Kompromisse, sondern konzentrierte Essenz: Champagner, die von ihren Lagen erzählen und von den Menschen, die sie bewirtschaften.

Auf einen Blick

Name Cose
Bewirtschaftung biologisch oder biodynamisch (Weinberge der Partnerwinzer)
Ausbau Verzicht auf Filtration und Schönung, minimale Zugabe von Schwefel
Lagerung gebrauchtes Barrique
Produktion wenige tausend Flaschen

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