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Champagne Vincent Cuillier

Massif de Saint-Thierry: großartige Charakter-Champagner für Nerds

Sandböden sind in der Champagne eine geologische Rarität – und Vincent Cuilliers Champagner machen das unmittelbar spürbar. Pur, weinig, komplex und mit einer Textur, die Konzentration und Trinkfluss in natürlichem Gleichgewicht hält. Die Grundweine reifen im Holz, alle Cuvées verlassen den Keller ohne Dosage und ohne Filtration. Dahinter steckt ein Winzer mit globalem Horizont: Cuillier bereiste über 25 Weinbauländer, bevor er 2015 sein eigenes Label gründete – auf zwei Familienparzellen eines seit 1904 gewachsenen Besitzes. Gemeinsam mit seiner Frau und Winzerkollegin Emeline de Sloovere baut er dieses Projekt weiter aus und hat das Zeug zu einem der kommenden Stars der Champagne.

Weingut Cuillier, Vincent

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Champagne Vincent Cuillier

„Mein Wein ist Zeuge einer Begegnung: der eines lebendigen Bodens und eines freien Geistes.“ Dieses Zitat von Vincent Cuillier ist kein Werbeversprechen, sondern Ergebnis eines langen Wegs. Bevor er 2015 die ersten Jahrgänge unter eigenem Namen abfüllte, absolvierte er den OIV Master of Science in Wine Management der Organisation Internationale de la Vigne et du Vin und bereiste dabei mehr als 25 Weinbauländer. Heroische Steillagen, alte Familiengüter, die Weinbaukulturen der Südhalbkugel: Aus all dem destillierte er eine einzige, fest verankerte Überzeugung. Dort, wo große Weine entstehen, hört der Winzer der Natur zu, anstatt sie zu formen. Zurück in der Champagne gründete er sein eigenes Label auf Grundlage zweier Familienparzellen, die er für das eigentliche Herzstück des über sechs Generationen gewachsenen Besitzes hält – und baute das Projekt gemeinsam mit seiner Frau und Winzerkollegin Emeline de Sloovere auf.

Die Familie Cuillier bewirtschaftet das Massif de Saint-Thierry nordwestlich von Reims seit mindestens 1904. Vincent wählte aus diesem Fundus zwei Lagen aus: das Chemin des Rois in Chenay und Les Voyets in Pouillon, seinem Heimatdorf. Was diese Terroirs in der Champagne zu einer Ausnahme macht, ist ihr Boden. Rund ein Meter Sand aus dem Thanétien, einer Frühphase des Tertiärs und durchsetzt mit marinen Fossilien, liegt über einem kompakten Felsuntergrund. Auf diesem Sandboden entstehen Weine von kristalliner Mineralität, feiner Textur und einem salzigen Zug, der die Cuvées aus dieser Region von fast allem anderen in der Champagne unterscheidet.

Warum Vincent Cuillier?

Sandböden sind in der Champagne eine geologische Seltenheit, und die Weine, die aus ihnen hervorgehen, zeigen das mit einer Unmittelbarkeit, die im Glas sofort spürbar ist. Vincents Champagner verbinden Textur und Trinkfluss, Konzentration und Frische, ohne dass eines auf Kosten des anderen geht. Sie haben einen weinigen Charakter und sind damit großartige Essensbegleiter. Dazu kommt eine bemerkenswerte Konsequenz: Alle Champagner verlassen den Keller ohne Dosage und ohne Filtration, nicht als Geste eines Minimalismus, sondern weil die Arbeit im Weinberg keinen Spielraum für Korrekturen im Keller lässt. Das Domaine ist jung, das Label existiert seit 2015, steht aber auf dem Fundament einer mehr als hundert Jahre alten Familiengeschichte. Diese Verbindung von verwurzeltem Erbe und erneuerter Philosophie macht die Cuvées zu Weinen mit echter Substanz und erzählerischer Tiefe.

Die Champagner

Als Assemblage aus mehreren Parzellen und Einstieg in Vincents Sortiment zugleich ist der Fusion ein Blanc de Noirs aus Pinot Noir und Meunier. Beide Rebsorten profitieren auf den Sandböden von einer physiologischen Reife ohne Schwere, und das spürt man: Der Champagner hat Breite, echten Körper und eine lange saline Ader, die das Glas nicht loslässt.

Als Blanc de Blancs eröffnet Blanc de Sable die Reihe der Einzellagenausbauten: ein reiner Chardonnay aus Chenay, der mehrere Monate im Eichenfass verbringt und dabei cremige Tiefe entwickelt, ohne die von diesen Böden geprägte Frische und Mineralität zu verdecken. Vom Familienweinberg Les Voyets in Pouillon stammt L'Arbre, eine Cuvée aus 100% Meunier, der für Vincent die persönlichste unter seinen Parzellen ist. Der Name verweist auf die Bäume, die in dieser Lage aktiver Teil des Ökosystems sind und für die Reben die Bedingungen schaffen, unter denen sie am tiefsten verwurzeln. Was herauskommt, ist ein Champagner von großer Klarheit und kristalliner Dichte, der sich langsam öffnet und mit seiner salinen, floralen Struktur im Glas beharrlich hält. Den Abschluss bildet Clos Forestier, der konzentrierteste Ausdruck dessen, was das Zusammenspiel von Wald und Weinberg in diesen Lagen bewirkt: reiner Pinot Noir aus einer Parzelle, in der die Rebzeilen unter Bäumen stehen und ihre Wurzeln mit dem Mykorrhiza-Netzwerk des Waldes verflochten sind. Der Champagner trägt diese Verwurzelung ins Glas: Dichte und ein kühler, tiefer Zug, eine Intensität, die sich hinter großer Frische verbirgt.

Weinbau und Keller

Biologischer Anbau und biodynamische Praktiken sind für Vincent Cuillier Voraussetzung, nicht Ziel. Er praktiziert regenerative Weinbau: permanente Begrünung, minimale bis keine Bodenbearbeitung und selbst angesetzte Pflanzenpräparate aus Brennnessel, Algen und Honig ersetzen synthetische Mittel und nähren das Bodenleben von innen heraus. Auf allen Parzellen ist Agroforstwirtschaft Teil des Konzepts. Bäume und Reben teilen sich den Raum, fördern Biodiversität und treiben die Verwurzelung tiefer in den Sanduntergrund. Vinifiziert werden die Weine in einem Keller, den Vincent gemeinsam mit seiner Frau Emeline de Sloovere auf deren Gut in Coteaux Sud d'Épernay aufgebaut hat. Dort werden die einzelnen Pressfraktionen separat mit Spontanhefen vergoren, in 500-Liter-Fässern und Betoneiern ausgebaut und schließlich ohne Schönung, ohne Filtration und ohne Dosage abgefüllt. Degorgiert wird noch „à la vollée“, also von Hand.

Auf einen Blick

Name Champagne Vincent Cuillier
Winzer Vincent Cuillier
Ort Pouillon, Massif de Saint-Thhierry
Bewirtschaftung biodynamisch
Zertifizierung biologisch in Umstellung
Pressen moderne pneumatische Presse (4.000 kg)
Gären spontane Gärung
Ausbau minimale Schwefelgabe
Lagerung gebrauchte Barriquefässer
Betriebsgröße 1 Hektar
Produktion 5.000 Flaschen

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