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Champagne Paul Launois

Côte des Blancs: salzig-mineralische & konzentrierte Blanc de Blancs von Winzerpaar mit Pioniergeist

Was aus Le Mesnil-sur-Oger kommt, trägt die Kreide im Kern: salzig, präzise, mit einer Frische, die tief aus dem Boden zu kommen scheint. Je nach Cuvée bringen Barriques Tiefe und würzige Noten ins Spiel, ohne das Terroir zu überdecken. Die Geschichte hinter dem Projekt ist so persönlich wie die Champagner selbst: Julien Launois kehrte nach neun Jahren im Ausland in seine Heimat zurück, renovierte gemeinsam mit Frau Sarah ein altes Gutsgebäude und erzeugte 2015 seinen ersten Jahrgang. Der Betrieb trägt den Namen des gemeinsamen Sohnes Paul – und das Preis-Genuss-Verhältnis überrascht angesichts der Grand Cru-Herkunft auf das Angenehmste.
 

Weingut Launois, Paul

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Champagne Paul Launois

„Champagne Paul Launois ist eine Liebesgeschichte“ – so beschreiben Julien und Sarah Launois ihr gemeinsames Projekt. Julien kehrte nach neun Jahren im Ausland in sein Heimatdorf Le Mesnil-sur-Oger zurück und beschloss gemeinsam mit seiner Frau Sarah, eine neue Seite in der Geschichte des Familienbetriebs aufzuschlagen. Drei Generationen lang hatten die Launois ihre Chardonnay-Reben im Grand Cru gepflegt und die Trauben an die lokale Genossenschaft abgegeben. Julien wollte eigene Champagner erzeugen. 2013 erwarben er und Sarah ein altes Weingutsgebäude im Herzen des Ortes, renovierten es in Eigenregie und erzeugten 2015 ihren ersten eigenen Jahrgang. In weiser Voraussicht gaben sie dem neuen Unternehmen den Namen ihres Sohnes Paul. Dass Sarah als Grafikdesignerin und Künstlerin auch die Gestaltung der Etiketten übernahm, macht das Projekt zu einem in jeder Hinsicht familiären Vorhaben.

Die Familie bewirtschaftet insgesamt 6 Hektar Reben: 3,8 davon liegen im Grand Cru von Le Mesnil-sur-Oger, weitere Flächen ergänzen den Bestand entlang der Côte des Blancs, und ein Hektar wächst in Lhery im Vallée de l'Ardre am westlichen Rand der Montagne de Reims. Einen Teil der Trauben gibt die Familie noch weiter; mittelfristig soll die gesamte Rebfläche im eigenen Keller verarbeitet werden.

Warum Paul Launois?

Le Mesnil-sur-Oger ist keine gewöhnliche Adresse. Das Dorf liegt im Herzen der Côte des Blancs, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Häusern, deren Champagner zu den teuersten der Welt zählen, und seine tiefen Kreideböden prägen die Weine mit einer mineralischen Spannung, die nirgendwo sonst in dieser Form entsteht. Julien und Sarah Launois erzeugen aus diesem Terroir Champagner von echter Substanz: handwerklich präzise, biologisch angebaut, stilistisch eigenständig und zu Preisen, die angesichts der Herkunft überraschen. Hinzu kommt ein ausgeprägter Pioniergeist, der im Single Barrel-Projekt seine konsequenteste Form findet. Dabei füllt Julien den Most seiner besten Parzellen in eigens gefertigte Einzelfässer mit unterschiedlichen Toastgraden und lässt Weinliebhaber den Ausbau von Anfang an mitverfolgen – bis hin zur Entscheidung über Reifezeit und Abfüllung. Diese Champagner entstehen in kleinstmöglicher Auflage und sind nicht im Standardsortiment erhältlich, zeigen aber exemplarisch, mit welcher Ernsthaftigkeit und Neugierde der Betrieb arbeitet.

Die Champagner

Den Einstieg ins Sortiment bildet die Composition: ein Blanc de Blancs Grand Cru aus Chardonnay der Familienparzellen in Le Mesnil-sur-Oger und dem benachbarten Villeneuve, ausgebaut in einer Kombination aus Edelstahl und Holzfass. Die Cuvée verbindet Frische und Reife zu einem Champagner, der die Eleganz des Terroirs spürbar macht, ohne in Schwergewichtigkeit zu verfallen. Tiefer ins Terroir zielt der Monochrome: ebenfalls 100% Chardonnay aus den Familienparzellen in Le Mesnil-sur-Oger, aber klarer auf die mineralische Spannung ausgerichtet, die diesen Ort so unverwechselbar macht. Er ist der geradlinigste Ausdruck des Grand Cru im Sortiment, geprägt von jener salzigen Straffheit, für die das Dorf bekannt ist. Beim Illustration geht Julien Launois den Holzausbau konsequenter an: Chardonnay aus denselben Grand Cru-Lagen, aber zu einem sehr großen Teil im Fass gereift, was dem Champagner eine röstige, salzige Tiefe verleiht und das Kreide-Terroir in eine andere Dimension übersetzt.

Als einzige Cuvée im Sortiment verlässt der Contraste das Blanc-de-Blancs-Universum und basiert auf Meunier-Trauben aus dem Vallée de l’Ardre. Julien setzt damit einen bewussten Kontrast zur Chardonnay-Dominanz und zeigt, welche Bandbreite er auch über seine Grand Cru-Heimat hinaus beherrscht. Abseits der NV-Cuvées steht der Portrait, ein Millésimé, der nur in außergewöhnlichen Jahren entsteht und die Kraft und Lagerfähigkeit des jeweiligen Jahrgangs dokumentiert. Mit seiner ausgeprägten Säure und aromatischen Tiefe ist er der Champagner im Sortiment, der am meisten Zeit braucht – und am deutlichsten zeigt, wohin das Terroir von Le Mesnil-sur-Oger auf langer Sicht führen kann.

Weinberg und Keller

Julien bearbeitet seine Weinberge biologisch. Ein besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Boden- und Laubarbeit. Er strebt nicht hohe Erträge, sondern reife, aromatische Trauben an. Mit dem Düngen hält er sich zurück. Im Keller hat er eine alte Coquart Presse aus Holz stehen, mit dem er die Trauben sehr schonend pressen kann. Auf Pumpen von Most und Wein kann er aufgrund der idealen Gegebenheiten in seinem Betrieb weitestgehend verzichten. Die Klärung des Most erfolgt natürlich und die Gärung spontan. Damit geht er maximal schonend zu Werke. Die Grundweine baut er in Barriques oder Edelstahltanks aus. Die Dosage ist sehr niedrig. 

Die Reben wachsen auf dem charakteristischen Kreideboden von Le Mesnil-sur-Oger, einer geologischen Formation, die Wasser gleichzeitig speichert und bei starken Niederschlägen in tiefere Schichten abfließen lässt. Damit ist auch in trockenen Jahren die Versorgung der Reben gesichert. Julien bewirtschaftet alle Flächen biologisch. Er verzichtet vollständig auf Pestizide, lässt die Böden im Winter natürlich begrünen und bearbeitet sie im Sommer per Hand, um die Bodengesundheit zu erhalten und tiefes Wurzelwachstum zu fördern. Im Keller steht eine alte Coquard-Korbpresse, mit der Julien die Trauben besonders sanft und schonend verarbeiten kann. Beim Ausbau der Grundweine arbeitet Julien sowohl mit Edelstahltanks als auch mit Holzfässern, je nachdem, ob eine Cuvée Frische oder Struktur in den Vordergrund stellt. Der biologische Säureabbau kommt je nach Cuvée zum Einsatz oder wird bewusst vermieden. Jede Flasche wird von Julien noch selbst per Hand gerüttelt und degorgiert.

Auf einen Blick

Name Champagne Paul Launois
Winzer Julien und Sarah Launois
Ort Le Mesnil-sur-Oger, Côte des Blancs
Bewirtschaftung biologisch
Zertifizierung in Umstellung seit 2021
Pressen alte Coquard-Presse mit 4.000 kg
Gären spontane Gärung
Ausbau Verzicht auf Filtration und Schönung, minimale Zugabe von Schwefel
Lagerung Edelstahltanks, teilweise gebrauchte und auch neue Barriques
Betriebsgröße 6 Hektar
Produktion 23.000 Flaschen

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