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Champagne Stéphane Regnault

Côte des Blancs: spannungsgeladene, mineralische Blanc de Blancs mit musikalischer Tiefe

Wer Stéphane Regnaults Champagner einmal probiert hat, versteht den Vergleich mit Jazz: analytisch und doch erzählerisch, druckvoll und zugleich nuanciert. Auf 4 Hektar Grand-Cru-Kreideböden in Le Mesnil-sur-Oger und Oger entstehen Blanc de Blancs von bemerkenswerter Spannung – mineralisch, würzig-herb, mit einer Direktheit, die sofort fesselt. Dahinter steckt ein ungewöhnlicher Lebenslauf: Luft- und Raumfahrtingenieur, Sommelier in der Londoner Spitzengastronomie, dann erst die Rückkehr ins Heimatdorf. Erst nach über einem Jahrzehnt geduldiger Weinbergsarbeit brauchte Stéphane 2018 seinen ersten Jahrgang heraus ... und das hat sich gelohnt!

Weingut Regnault, Stephane

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Champagne Stéphane Regnault

Startschuss für „Champagne Stéphane Regnault“ war der erste Jahrgang 2014. Doch bevor Stéphane zum Winzer wurde, hatte er bereits einen bewegten Lebenslauf hinter sich: zunächst als Luft- und Raumfahrtingenieur in Paris, dann als Sommelier in London in der gehobenen Gastronomie. 2007 kehrte er in sein Heimatdorf Le Mesnil-sur-Oger zurück und übernahm das Familienweingut, dessen Trauben bis dahin an die örtliche Genossenschaft gingen. Er nahm sich mehr als ein Jahrzehnt Zeit, um die Parzellen wirklich zu verstehen, bevor er seine ersten Champagner abfüllte. Diese kamen 2018 erstmalig auf den Markt, und wiesen bereits eine Klarheit auf, die man sich nur durch jahrelange Geduld erarbeitet.

Regnault bewirtschaftet 4 Hektar Chardonnay, zu gleichen Teilen auf den beiden Grands Crus Oger und Le Mesnil-sur-Oger. Die Reben sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Aus diesem Besitz hat er drei Einzellagen herausgearbeitet, denen er jeweils eine eigene Cuvée widmet. Der vierte Champagner versammelt alle Parzellen. Die Namensgebung der Cuvées verrät viel über den Mann: Stéphane Regnault ist Jazz-Saxophonist mit einer Leidenschaft, die tief in sein Denken über Wein eingesickert ist.

Warum Stéphane Regnault?

Was Stéphanes Champagner so unverwechselbar macht, ist die Konsequenz, mit der er das Einzellagenprinzip denkt und lebt. Keine Cuvée klingt wie die andere, obwohl alle vier von denselben Grand Cru-Kreideböden stammen und mit denselben Methoden bereitet werden. Der ingenieurmäßige Blick auf Präzision und die musikalische Offenheit für Klang und Nuance fließen bei Regnault zusammen. Das ergibt Champagner, die analytisch sind, ohne kalt zu wirken, und erzählerisch, ohne ins Schwärmerische zu kippen. Seine unbefangene Herangehensweise fasziniert und zeigt sich auch in seinen Champagnern: Insgesamt eher jugendlich in ihrer Stilistik, sehr präzise und spannungsgeladen, außerdem mineralisch und druckvoll.

Die Champagner

Als leidenschaftlicher Jazz-Saxophonist benennt Stéphane seine Cuvées nach Tonleitern des modalen Jazz, wie er von Miles Davis geprägt wurde. Im modalen Spiel kann der Musiker eine Phrase endlos variieren, dieselben Töne auf immer neue Weise gestalten. Genau so, sagt Regnault, verhält sich der Chardonnay auf seinen verschiedenen Parzellen: dieselbe Rebsorte, dieselbe Kreide, und doch spricht jede Lage ihre eigene Sprache. Um diese Identität über die Zeit hinweg zu bewahren und zu vertiefen, arbeitet er mit lagenspezifischen Reserveweinen, die er in einem Solera-System zusammenführt. Dabei wird jedes Jahr ein Teil der Solera für die Assemblage verwendet und mit Wein des neuen Jahrgangs derselben Einzellage aufgefüllt. Die Nummern, die jede Abfüllung trägt, sind keine willkürliche Codierung, sondern folgen einer festen Formel: Sie ergeben sich aus der Addition der Erntejahre, die in der Flasche vereint sind. Lydien Nº 45 beispielsweise enthält die Ernten 2014, 2015 und 2016, und 14 + 15 + 16 ergibt eben 45.

Chromatique versammelt alle Parzellen des Weinguts, Reben vom Fuß der Kreideböden im Mesnil-sur-Oger ebenso wie Lagen aus dem reichhaltigeren Boden von Oger. Wie die chromatische Tonleiter im musikalischen Sinne alle zwölf Halbtöne nutzt, setzt diese Cuvée auf das gesamte Klangspektrum der Weinberge und zeigt das breiteste Bild des Terroirs.

Mixolydien stammt von der Parzelle Le Moulin, die auf der Grenze zwischen Oger und Le Mesnil-sur-Oger liegt. Sie ist nach Osten ausgerichtet, mit sanfter Neigung und gut strukturiertem Oberboden, der über einer tief reichenden Kreideschicht liegt. Der Champagner spiegelt diesen Übergangscharakter wider: weich im Ansatz, dabei mit deutlicher Mineralität im Rücken. Aus der Parzelle Chemin de Flavigny, die steil nach Süden ausgerichtet ist, entsteht Lydien. Diese exponierte Lage bringt Spannung und Schärfe in den Wein, eine Direktheit, die ihn von den anderen Parcellaire-Champagnern sofort unterscheidet. Dorien kommt aus der Lage Les Hautes Mottes in Mesnil-sur-Oger, einer muldenartigen Südlage, wo der feine Oberboden fast unmittelbar auf besonders reine, kompakte Kreide trifft. Von allen drei Einzellagenchampagnern ist er derjenige, der die Tiefe der Grand-Cru-Gemeinde am unmittelbarsten ausdrückt.

Weinberg & Keller

Sich Zeit geben, um das Terroir zu verstehen, ist laut Stéphane Regnault unverzichtbar. Seit der Ernte 2020 ist der gesamte Betrieb nach dem Agriculture Biologique-Standard zertifiziert. Daneben orientiert sich Regnault an biodynamischen Praktiken und arbeitet mit Hornmist, Hornkiesel und Baldrian sowie Pflanzensuden aus Brennnessel, Schachtelhalm, Beinwell und Schafgarbe. Die Rebzeilen begrünt Stéphane nicht aktiv, sondern lässt den natürlichen Bewuchs zwischen den Stöcken aufkommen. Der Boden wird nicht bearbeitet, sondern beobachtet und begleitet.

Im Keller gilt das Prinzip, den Wein zu führen, ohne ihm eine Richtung aufzuzwingen. Jede Lage wird spontan vergoren, da Stéphane die natürliche Hefeflora der Trauben als Teil der Identität des jeweiligen Ortes begreift. Die Ausbauzeit des Grundweins auf der Hefe ist lang, ein Abstich vor Juni findet grundsätzlich nicht statt. Er arbeitet mit gebrauchten Barriques, die dem Wein Struktur und Komplexität geben, ohne ihn zu dominieren. Für jede Einzellage pflegt er eine eigene Solera aus Reserveweinen, ein lebendiges Archiv aller bisherigen Jahrgänge eben dieser Parzelle. Bei der Assemblage trifft sich der jeweils aktuele Jahrgang mit dieser Geschichte, und erst hier, so Stéphane, entsteht echter Champagner.

Auf einen Blick

Name Champagne Stéphane Regnault
Winzer Stéphane Regnault
Ort Le Mesnil sur Oger, Côte des Blancs
Bewirtschaftung biologisch, teils biodynamisch
Zertifizierung Agriculture Biologique
Pressen moderne pneumatische Presse (4.000 kg)
Gären spontane Gärung
Ausbau Lagerung auf der Hefe, Verzicht auf Filtration und Schönung, minimale Zugabe von Schwefel
Lagerung Edelstahl und gebrauchte Holzfässer
Betriebsgröße 4 Hektar
Produktion 30.000 Flaschen

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