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Domaine Philippe Naddef


Burgund: ausdrucksstarke Terroirweine für jeden Geldbeutel

Die Pinots der Domaine Philippe Naddef tragen die Handschrift der nördlichen Côte de Nuits, mit feingliedrigen Tanninen und einem ernsten Charakter, der mit etwas Flaschenreife an Tiefe gewinnt. Wer Burgunder schätzt, ohne jedes Mal ein Vermögen auszugeben, findet hier ehrliche Weine aus den Gemeinden Marsannay und Fixin, die noch selten im Rampenlicht stehen. Gegründet wurde die noch junge Domaine 1983, als Philippe Naddef rund zweieinhalb Hektar aus dem Familienerbe übernahm. Seit 2022 führt Sohn Michel das Gut allein, bewirtschaftet die Reben naturnah und hat den Stil behutsam in Richtung Frische verschoben.
 

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Domaine Philippe Naddef

Für burgundische Verhältnisse ist die Domaine ein junges Haus. Philippe Naddef, aufgewachsen in Toul, und Anne-Marie aus dem Tarn entschieden sich, gemeinsam ins Burgund zu gehen. 1983 übernahmen sie rund 2,5 Hektar Reben in Gevrey-Chambertin, die Philippes Großvater Denis Bizot, ein weinbegeisterter Arzt, selbst gepflanzt hatte. Die übrigen Lagen dieses Familienerbes gingen an die heute gefragten Domaines Bizot in Vosne-Romanée und Coudray-Bizot in Beaune.

Sein Handwerk hatte Philippe bei der Domaine Comte Georges de Vogüé in Chambolle-Musigny gelernt, und diese präzise Schule prägt den Betrieb bis heute. Über die Jahre kamen gepachtete Parzellen in Fixin und Marsannay dazu, sodass die Domaine mittlerweile rund 6 Hektar in den drei nördlichsten Gemeinden der Côte de Nuits bewirtschaftet, bis hinauf zum Grand Cru Mazis-Chambertin. 2008 stieg Sohn Michel Naddef ein, seit Philippes Ruhestand 2022 führt er das Gut allein. Er hat den Stil behutsam zu mehr Frische verschoben, ohne das lange Reifepotenzial aufzugeben.


Warum Philippe Naddef?

Marsannay und Fixin stehen selten im Rampenlicht, genau das macht sie interessant. Hier bekommt man die Handschrift der Côte de Nuits, ihre feine Tanninstruktur und ihren kühlen Ernst noch zu Preisen, die in Gevrey-Chambertin oder Vosne-Romanée längst Geschichte sind. Michel arbeitet sauber und ohne Schnörkel. So reduziert er den Einsatz neuen Holzes und lässt der Herkunft den Vortritt. Wer Burgunder schätzt, aber nicht jedes Mal ein Vermögen ausgeben will, findet bei ihm ehrliche Pinots mit klar erkennbarer Herkunft und echtem Reifepotenzial. Ein guter Einstieg in eine bislang unterschätzte Ecke der Côte de Nuits!


Die Weine

Den Auftakt bildet Marsannay Blanc Vieilles Vignes, ein Chardonnay von alten Reben, der im Holz vergärt und großzügig, cremig und texturbetont ausfällt. Weniger über schneidige Säure als über Schmelz und Volumen. Aus mehreren Parzellen des Gemeindegebiets entsteht Marsannay Chœur de Terroirs: Ein saftiger, mittelgewichtiger Pinot mit feinem Tannin, der sofort zugänglich ist und trotzdem Kontur zeigt. Eine Spur herber und erdiger ist Fixin Rouge, ein Village-Wein mit Kante und klarer Linie, der bereits jung Freude macht und mit ein paar Jahren Flaschenreife spürbar an Tiefe gewinnt. Eine Stufe ernster wird es mit Gevrey-Chambertin Vieilles Vignes: Alte Reben geben dem Wein Tiefe und Zug, er verlangt etwas Geduld und zahlt sie mit Länge zurück.

Für sich steht Fixin Les Clos, die einzige Einzellage in unserem Sortiment und ein klarer Schritt über die Village-Ebene hinaus. Michel vergärt sie ausschließlich mit ganzen Trauben, was dem Wein zusätzliche Frische und einen feinen, würzigen Grip mitgibt. Das Ergebnis ist konzentriert und straff, ein Fixin mit Anspruch, der seine ganze Statur erst nach einigen Jahren im Keller zeigt. Hier deutet sich an, wozu das Weingut in seinen Spitzenlagen fähig ist, lange bevor man bei den Premier und Grand Crus ankommt. Wer die Côte de Nuits jenseits der großen Namen kennenlernen will, bekommt mit dieser Auswahl viel Substanz fürs Geld.

Zusätzlich zu diesem bereits umfangreichen Sortiment erzeugt Michel Naddef Weine unter eigenem Namen.


Weinberg & Keller

Die Reben verteilen sich auf Marsannay, Fixin und Gevrey-Chambertin, die drei nördlichsten Gemeinden der Côte de Nuits, und bilden ein Mosaik aus vielen kleinen Parzellen. Genau diese Zerstückelung erschwert eine Umstellung auf zertifizierten Bioanbau, zumal nicht alle Nachbarn so arbeiten wie Michel. Er bewirtschaftet seine Weinberge konsequent naturnah, verzichtet auf Herbizide und Mineraldünger, pflügt die Böden, begrünt die Zeilen und entblättert von Hand. Bei zu hohen Erträgen führt er eine Grünlese durch, sortiert wird noch im Weinberg.

Im Keller hat Michel seit 2008 modernisiert, einschließlich neuer pneumatischer Presse und schonenderer Behandlung der Trauben. Er vergärt spontan und mit häufig Ganztrauben, beim Fixin Les Clos sogar ausschließlich. Die Weine bleiben länger auf der Feinhefe, bevor sie ins Fass wechseln. Den Neuholz-Anteil hat er bewusst zurückgefahren und staffelt ihn nach Lage, von keinem bei den regionalen Weinen bis zum vollen Ausbau bei den Crus. Das macht die Weine früher zugänglich, ohne dass das Reifepotenzial darunter leidet.



Name Domaine Philippe Naddef
Winzer Michel Naddef
Ort Fixin
Bewirtschaftung naturnah, biologisch in Umstellung
Gären spontane Gärung
Ausbau ausgedehntes Hefelager, teilweise Macération semi-carbonique
Lagerung gebrauchte und neue Holzfässer
Betriebsgröße 6 Hektar
Produktion 30.000 Flaschen
Weingut Domaine Philippe Naddef

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