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Fattoria Cigliano di Sopra


Toskana: authentische Sangiovese mit markanter Säure und feinem Tannin

Der Sangiovese von Cigliano di Sopra steht saftig und klar ins Glas, mit frischer Säure, feinem Tannin und einer kühlen, würzigen Note aus der Vergärung ganzer Trauben. Er ist früh zugänglich und kann trotzdem über Jahre reifen. Maddalena Fucile übernahm 2015  das Familiengut in San Casciano in Val di Pesa und keltert seither selbst, was zuvor fassweise an Nachbarkellereien ging. Mit ihrem Studienfreund Matteo Vaccari, geschult in der Toskana und in Kalifornien, liest und vinifiziert sie jede Parzelle getrennt. Die Weinberge sind biologisch zertifiziert, im Keller wird spontan vergoren, ungefiltert gefüllt und sparsam geschwefelt.
 

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Fattoria Cigliano di Sopra

Auf einem Hügel im Norden des Chianti Classico, über einem Bergsporn, an dem zwei Bäche zusammenfließen, errichtete die Florentiner Familie Bardi im 14. Jahrhundert ein befestigtes Landgut. Die Fattoria Cigliano di Sopra in San Casciano in Val di Pesa gehört seit den 1930er Jahren der Familie von Maddalena Fucile. In der Kapelle des Anwesens wurde sie getauft, in der historischen Villa lebt die Familie bis heute. Gemeinsam mit ihrem Studienfreund Matteo Vaccari führt Maddalena das Weingut.

Beide lernten ihr Handwerk in Florenz, arbeiteten bei toskanischen Häusern wie Fontodi und Isole e Olena und gingen anschließend nach Kalifornien zu Rajat Parr und Sashi Moorman. Von den 32 Hektar des Anwesens tragen 8 Hektar Reben und 17 Hektar Oliven, der Rest ist Park und Wald. Die Weinberge teilen sich in viele kleine Parzellen mit unterschiedlichen Böden und Ausrichtungen, die Maddalena und Matteo getrennt lesen und vinifizieren. Im Zentrum steht Sangiovese.


Warum Cigliano di Sopra?

Maddalena und Matteo haben aus einem Weingut, dessen Ernte jahrzehntelang im Fass an umliegende Kellereien ging, in wenigen Jahren eine Adresse gemacht, über die internationale Kritiker schreiben. Aus Kalifornien brachten sie die Überzeugung mit, dass wahre Herkunft Zurückhaltung im Keller verlangt. Ihr Chianti Classico zeigt, wohin das führt. Er ist bereits früh zugänglich und reift dennoch über Jahre. Uns überzeugt, wie genau die beiden ihre Parzellen kennen und wie behutsam sie den Sangiovese ausbauen. Die Mengen bleiben klein, unsere jährliche Zuteilung auch. Jeden neuen Jahrgang erwarten wir mit Spannung!


Die Weine

Den Einstieg macht Ciglianello, ein Toscana Rosso, in dem Sangiovese, Canaiolo und Colorino zu etwa gleichen Teilen zusammenkommen. Die Trauben vergären als ganze Beeren, anschließend reift der Wein im Zementtank und kommt saftig und mit weichem Gerbstoff ins Glas. Das Herzstück des Hauses ist der Chianti Classico aus den Parzellen Valloni und Sottobosco. Die ältesten Reben stammen aus den frühen 1980er Jahren und wurzeln in zwei sehr verschiedenen Böden. Valloni bringt Sand und Ton mit, Sottobosco kalkreiche Erde mit hohem Eisengehalt. Ein kleiner Teil der Ernte vergärt mit ganzen Trauben. Matteo beschreibt die Idee dahinter so: Der Wein soll nach anderthalb Jahren auf dem Tisch stehen und trotzdem über viele Jahre reifen können.

Chianti Classico Riserva Vigneto Branca stammt aus einer einzigen Parzelle, die 1972 gepflanzt wurde und am wärmsten Ende des Weinguts liegt. Der Boden aus Sand, Ton, Kalk und Kieseln erinnert die beiden an Châteauneuf-du-Pape. Maddalena und Matteo vergären hier mit ganzen Trauben, der Stielanteil gibt dem Sangiovese eine kühle Würze und straffen Halt. Der Ausbau erfolgt in gebrauchtem Holz, abgefüllt wird ohne Filtration. Schon der erste Riserva erschien in winziger Menge und brachte dem Betrieb hohe internationale Bewertungen ein. Gegenüber dem Chianti Classico wirkt er konzentrierter und braucht mehr Luft, trägt aber dieselbe Handschrift mit markanter Säure und feinem Tannin.


Weinberg & Keller

Die Weinberge sind biologisch zertifiziert, außerdem setzen Maddalena und Matteo biodynamische Präparate wie Hornmist und Hornkiesel ein und richten sich bei vielen Arbeiten nach dem Mondkalender. Den Boden bearbeiten sie nur einmal im Jahr nach der Ernte, und auch dann nur in jeder zweiten Rebzeile, um die Struktur zu schonen. Zwischen den Reben blühen eingesäte Wildblumen, am Rand stehen Bienenstöcke. Gelesen wird von Hand in den kühlen Morgenstunden, jede Parzelle einzeln. Nur die besten Partien füllen sie selbst ab, der Rest geht an Kellereien der Umgebung. Im Keller unter den Gemäuern aus dem 14. Jahrhundert vergären die Trauben spontan, als ganze Beeren und teils samt Stielgerüst. Die Maische liegt mehrere Wochen in offenen Behältern auf den Schalen. Anschließend reifen die Weine in gebrauchten Tonneaux und Barriques, Ciglianello reift stattdessen gut ein Jahr im Zementtank. Filtriert wird nicht, Schwefel setzen die beiden sparsam ein.



Name Fattoria Cigliano di Sopra
Winzer Matteo Vaccari
Ort San Casciano in Val di Pesa
Bewirtschaftung biologisch, biodynamische Prinzipien (ohne Zertifizierung)
Zertifizierung EU Bio-Siegel
Gären spontane Gärung
Ausbau Verzicht auf Filtration, minimale Schwefelzugabe
Lagerung gebrauchte Holzfässer, Zementtanks, Edelstahltanks
Betriebsgröße 8 Hektar
Produktion 10.000 Flaschen
Weingut Cigliano di Sopra Weingut Cigliano di Sopra

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