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Champagne Dehours et Fils

Vallée de la Marne: eigenwillige, terroirgeprägte Champagner aus der Kernregion des Meunier

Aus dem kühlen Vallée de Flagot, einem stillen Seitental der Marne, kommen Champagner, die geerdet und zugleich lebendig wirken: saftig im Kern, mit einer würzigen Tiefe aus der Reifung in altem Holz, dabei niemals schwerfällig. Meunier ist bei Jérome Dehours die prägende Rebsorte, und es ist auch sein Verdienst, dass diese Rebsorte in der Champagne wieder an Reputation und Glanz gewonnen hat. Er arbeitet mit drei alten Holzpressen, baut im Holz und Edelstahl aus, verzichtet komplett auf Schönung und Filtration und bietet sowohl Champagner-Einsteigern als auch Liebhabern ein extrem gutes Preis-Genuss-Verhältnis!

Weingut Dehours et Fils

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Champagne Dehours et Fils

Als Jérômes Vater Robert 1987 plötzlich im Alter von 50 Jahren starb, war der Sohn gerade 21. Das Weingut, das Großvater Ludovic Dehours 1930 in Cerseuil bei Mareuil-le-Port gegründet hatte, brauchte einen Nachfolger, doch Jérôme Dehours war noch nicht bereit, diese Verantwortung zu schultern. Die Familie schloss sich einer Investorengruppe an, die von da an vorgab, wie die Weinberge im Vallée de la Marne bewirtschaftet wurden. Es dauerte bis 1996, bis Jérôme diesen Vertrag lösen konnte. Er musste neu anfangen: Mit fünf Hektar, kaum Ausrüstung und ohne Reserveweine musste er zunächst den Großteil seiner Ernte an Négociants verkaufen, um wirtschaftlich zu überleben. Was folgte, war ein geduldiger Neuaufbau, Parzelle um Parzelle.

Heute bewirtschaftet Jérôme rund 16 Hektar, aufgeteilt auf mehr als vierzig Einzellagen in den Gemeinden Mareuil-le-Port, Oeuilly, Cerseuil und Troissy. Alle Weinberge liegen in der Unterregion Vallée de Flagot, einem kühlen Seitental der Marne, etwa 15 Kilometer von Épernay entfernt. Die Böden bestehen aus Lehm und Sand über kalkhaltigem Gestein, das sich deutlich von der Kreide der Côte des Blancs oder der Montagne de Reims unterscheidet. Meunier bestimmt das Bild des Betriebs.

Warum Champagne Dehours?

Jérôme ist einer der Mitgründer von Les Artisans du Champagne, einer Vereinigung von Erzeugerwinzern, die für handwerklich erzeugte, herkunftsorientierte Champagner einsteht. Diese Haltung durchzieht seine gesamte Arbeit: Im Weinberg verzichtet er auf chemische Herbizide, im Keller wird nicht filtriert und nicht geschönt. Den Großteil der alkoholischen Gärung verläuft mit natürlichen Hefen aus den eigenen Weinbergen. Was Jérôme antreibt, ist die Frage, was eine einzelne Lage von einer anderen unterscheidet und wie sich diese Unterschiede im Glas zeigen. Sein Sortiment reicht von großen Assemblages bis zu Einzellagenweinen, die selten mehr als 1.500 Flaschen umfassen. Wer verstehen möchte, warum Meunier in einem kühlen Seitental der Marne anders schmeckt als anderswo, dem liefern diese Champagner die Antwort.

Die Champagner

Grande Réserve bildet das Fundament des Sortiments. Die Cuvée kombiniert Jahrgangsweine mit Anteilen aus einer Réserve perpetuelle, die Ende der 1990er Jahre aufgebaut wurde, und schlägt damit einen Bogen über viele Jahrgänge. Meunier steuert den größten Teil bei, Chardonnay gibt Struktur und Länge. Les Vignes de la Vallée ist ausschließlich als Magnum erhältlich und versammelt die Lagen des Vallée de Flagot in einer Cuvée, die auf ruhige Reife im großen Format ausgelegt ist. Oeil de Perdrix, ein Rosé von heller, fast kupferner Farbe, zielt weniger Fruchtfülle als eine feine, präzise Eleganz ab. Als Blanc de Noirs aus reinem Meunier zeigt Terre de Meunier, was zwei Parzellen desselben Hügels leisten, wenn eine nach Norden und die andere nach Süden blickt. Diese entgegengesetzten Ausrichtungen sind im Wein spürbar.

Der Millésime-Champagner transportiert den Charakter eines einzelnen Jahrgangs, ohne die Korrektur durch Reserveweine. Als einziger Blanc de Blancs im Sortiment entwickelt Lieu-dit Brisefer Réserve Perpétuelle trotz seiner Lage im Meunier-dominierten Marne-Tal eine klare, kühle Linie. Der Chardonnay dieser Einzellage wird durch eine Réserve perpetuelle ergänzt, was ihm Tiefe ohne Schwere verleiht. Terriscope Rive Droite stammt aus zugekauften Meunier-Parzellen in Montigny-sous-Châtillon, das am rechten Marne-Ufer liegt und Cerseuil direkt gegenübersteht. Jérôme arbeitet dafür mit Winzern zusammen, die ähnliche Überzeugungen teilen, aber andere Böden, Expositionen und Erntezeitpunkte einbringen. Im Kerngebiet des Weinguts stehen die Einzellagen Lieu-dit Maisoncelle Réserve Perpétuelle sowie La Côte Réserve Perpétuelle und zeigen, wie präzise Jérôme den Charakter jeder Lage herausarbeitet. Die Jahrgänge ab 2013 bis zum Zeitpunkt der aktuellen Lese bilden gemeinsam La Croix Joly, einen Rosé aus einer weiteren Réserve perpetuelle.

Jérôme erzeugt zudem Coteaux Champenois, stille Weine aus der Region, die er als eigenständigen Teil seines Programms betrachtet.

Weinberg & Keller

Die mehr als vierzig Lagen des Betriebs liegen auf Böden aus Lehm und Sand über kalkhaltigem Gestein, das sich deutlich von der Kreide der nördlicheren Champagne-Regionen unterscheidet. Das Vallée de Flagot ist kühler als andere Teile der Champagne, und Jérôme bringt seine Ernte regelmäßig sieben bis zehn Tage später ein als Winzer der Côte des Blancs oder Montagne de Reims. Diese verlangsamte Reife gibt den Trauben mehr Zeit und zeigt sich in einer bestimmten Spannung im fertigen Wein. Im Weinberg werden keine chemischen Herbizide eingesetzt. Das Weingut trägt die Zertifizierung HVE3 (Haute Valeur Environnementale), die höchste Stufe des französischen Umweltstandards für landwirtschaftliche Betriebe, sowie Viticulture Durable en Champagne. Alten Reben gilt besonderes Augenmerk: Sie wurzeln tiefer und bringen weniger Ertrag, liefern dafür aber konzentriertere, charaktervollere Trauben. Der Verzicht auf Herbizide erhält zugleich einen Lebensraum, der das biologische Gleichgewicht im Weinberg langfristig stärkt.


Im Keller ermöglichen es drei Coquard-Pressen, jede Parzelle separat zu pressen. Die Basis-Cuvées werden im Stahltank ausgebaut, Einzellagen-Champagner im Holzfass. Jérôme lässt den biologischen Säureabbau zu, seit er erkannt hat, dass die Frische seiner Weine weniger von hoher Säure als von einer Salzigkeit und einem feinen Bitterton bestimmt wird, der vom kühlen Klima des Tals herrührt. Gefiltert oder geschönt wird nicht. Die alkoholische Gärung läuft für den Großteil der Weine mit Hefen ab, die aus eigenen Weinbergen selektiert wurden. Auf der Hefe verbringen die Weine mindestens zwei bis drei Jahre, bevor sie degorgiert werden.

Auf einen Blick

Name Champagne Dehours et Fils
Winzer Jerôme Dehours
Ort Mareuil le Port, Vallée de la Marne
Bewirtschaftung naturnah
Zertifizierung Haut Valeur Environnementale (HVE)
Pressen alte Holzpressen (modernisiert)
Gären spontane Gärung
Ausbau Verzicht auf Filtration und Schönung, minimale Zugabe von Schwefel
Lagerung überwiegend in Edelstahl, aber auch in gebrauchten kleinen und großen Holzfässern
Betriebsgröße 16 Hektar
Produktion 100.000 - 120.000 Flaschen

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