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Champagne Christian Gosset

Vallée de la Marne: kraftvolle und doch elegante Einzellagen-Champagner mit Holzeinfluss

Mit 50 Jahren löste sich Christian Gosset aus dem Familienbetrieb Gosset-Brabant, um endlich die Champagner zu machen, die er seit Jahrzehnten im Kopf hatte. Seit 2020 bringt er sie auf den Markt: Lagenchampagner aus alten Pinot-Noir-Reben rund um Aÿ, spontan vergoren, im Barrique gereift, mit minimaler Dosage abgefüllt. Das Ergebnis ist kraftvoll und präzise zugleich, tiefgründig ohne Schwere – Champagner, die auch als Essensbegleiter zu großer Form auflaufen. Eines der spannendsten Debüts der jüngeren Champagnergeschichte!

Weingut Gosset, Christian

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Champagne Christian Gosset

„Ich betrachte mich als jungen Winzer mit 35 Jahren Erfahrung.“ Was ironisch klingt, meint Christian Gosset vollkommen ernst. Als er sich 2015 im Alter von 50 Jahren aus dem Familienbetrieb Gosset-Brabant löste, um ein vollkommen eigenes Projekt zu beginnen, war das kein Neuanfang im Sinne des Anfängertums, sondern ein Aufbruch in die eigentliche Arbeit. Die Familie Gosset ist seit mehr als 500 Jahren in Aÿ verwurzelt: Pierre Gosset wurde dort bereits 1584 als Winzer verzeichnet, und seine Nachkommen Gabriel und Andrée Gosset-Brabant gründeten in den 1930er-Jahren die gleichnamige Marke. Gemeinsam mit seinem Bruder Michel führte Christian dieses Erbe jahrzehntelang weiter, bis sich ihre Wege trennten und jeder seiner eigenen Vision folgen konnte. Christians erste Ernte unter eigenem Namen war 2016, seine ersten Champagner kamen 2020 auf den Markt.

Das Weingut umfasst 5 Hektar Reben, davon 3 Hektar klassifiziert als Grand Cru, verteilt auf die Dörfer Aÿ und Chouilly sowie die Premiers Crus-Gemeinden Mareuil-sur-Aÿ, Dizy und Avenay-Val-d'Or. Im Mittelpunkt steht Pinot Noir aus Aÿ, einem der kraftvollsten Pinot-Noir-Terroirs der Champagne überhaupt.

Warum Christian Gosset?

Wer Christian Gossets Champagner zum ersten Mal trinkt, versteht sofort: Hier macht jemand genau das, was er schon immer machen wollte. Die Einzellagen-Champagner, die er seit Jahrzehnten im Kopf hatte, sind der Ausdruck eines Winzers, der seinen Boden in- und auswendig kennt. Was seine Champagner so überzeugend macht, ist die Verbindung aus Tiefgründigkeit und Direktheit: kraftvoll, strukturiert und dabei nie schwerfällig. Der Holzausbau ist bei den Lagenweinen merklich, aber mit großem Gefühl eingesetzt. Die außergewöhnlich niedrigen Dosagen unterstreichen die Präzision, ohne die Champagner zu verschließen. Christians Grundüberzeugung, dass großer Champagner mit außergewöhnlichen Trauben beginnt, zieht sich durch das gesamte Sortiment und macht ihn zu einem der spannendsten Debüts der jüngeren Champagnergeschichte.

Die Champagner

Der Einstieg ins Sortiment folgt einem System, das so pragmatisch wie persönlich ist: Die fortlaufende Assemblage-Reihe beginnt mit A01 und erhält mit jeder neuen Abfüllung eine neue Nummer, die den jeweiligen Hauptjahrgang widerspiegelt. Sie umfasst zwei Linien: eine Grand Cru Cuvée, die überwiegend aus Pinot Noir aus Aÿ besteht und durch einen kleineren Anteil Chardonnay aus Chouilly ergänzt wird, sowie einen Grand Cru Rosé, der den hohen Pinot Noir-Anteil noch unmittelbarer zum Ausdruck bringt. Beide verbinden aromatische Ausdruckskraft mit weiniger Substanz und erhalten mit jeder neuen Abfüllung eine neue Nummer, etwa A06 als aktueller Rosé.

Den Übergang zu den Lagenweinen markieren zwei Blanc de Blancs. Der Sorangeon aus Chouilly stammt aus einer ostseitig exponierten Einzellage auf reiner Kreide, deren Reben seit 1963 wurzeln. Ohne jegliche Dosage entfaltet er eine gespannte mineralische Reinheit, die sich am Gaumen mit Opulenz und Salzigkeit verbindet. Der Croix-Courcelles Blanc de Blancs aus südlich exponierten Parzellen am Hangfuß in Aÿ zeigt breite Textur und große aromatische Dichte.

Unter den Blanc de Noirs steht La Cheminée für das extremste Terroir im Portfolio: zwei winzige Parzellen auf einem teilweise 45-prozentigen Westhang, die Christian mit Bergschuhen bewirtschaftet und nur in Ausnahmejahren zusammenführt. Pierres Robert kommt von einer 0,32 Hektar kleinen Südlage mit lehmigem Oberboden über tiefer Kreide und begeistert mit Zugänglichkeit, Struktur und langem mineralischen Abgang. Der Croix-Courcelles Blanc de Noirs vereint Breite und Dichte mit dem charakteristischen Aÿ-Nachhall. Loiselu schließlich ist Christians persönliche Herzensanlage: eine seit 1963 bepflanzte mittelsteile Ostlage mit Feuersteinkalk über Kreide, die einen außergewöhnlich dichten Champagner mit explosivem, langem Abgang hervorbringt.

Der einzige Premier Cru im Sortiment ist der Garvaux, ein Rosé de Saignée aus Mareuil-sur-Aÿ, reinsortig aus Pinot Noir erzeugt, mit intensiver Farbe und einem Körper, der ihn klar als Essensbegleiter ausweist.

Einen besonderen Blickwinkel auf das Terroir bieten zudem zwei Coteaux Champenois, stille Rotweine, die zeigen, was reiner Pinot Noir aus diesen Hängen ohne Perlage zu sagen hat.

 

Weinberg & Keller

Christians gesamter Rebbestand ist nahezu ausschließlich mit Pinot Noir bestückt; die einzige Ausnahme bilden Chardonnay-Lage Sorangeon in Chouilly und der Chardonnay-Anteil in Croix-Courcelles. Die Reben haben ein Durchschnittsalter von über 45 Jahren und sind von Natur aus ertragsschwach, was zu hochkonzentrierten Trauben mit ausgeprägtem Charakter führt. Im Weinberg verzichtet Christian vollständig auf Herbizide, Pestizide und Fungizide und ist HVE-zertifiziert. Biodiversität ist für ihn kein Schlagwort, sondern Grundlage der Bodengesundheit. Jede Lage wird separat ausgebaut. Das Pressen erfolgt mithilfe einer traditionellen Coquard-Korbpresse bei seinem Nachbarn und Freund Jean-Baptiste Geoffroy, von wo die „Coeur de cuvée“, also der hochwertigste Saft der Pressung, per Schwerkraft direkt in Christians Keller fließt. Dort vergärt der Most spontan mit natürlichen Hefen in neuen und gebrauchten 228-Liter-Barriques, in denen auch der biologische Säureabbau stattfindet. Die Weine werden während der gesamten Reifezeit nicht bewegt und nicht filtriert, nicht geschönt und nicht kältestabilisiert. Für alle Cuvées gilt eine Mindestreifezeit von drei Jahren auf der Hefe, unabhängig vom Jahrgang.

Auf einen Blick

Name Champagne Christian Gosset
Winzer Christian Gosset
Ort Aÿ, Vallée de la Marne
Bewirtschaftung naturnah
Zertifizierung Haut Valeur Environnementale (HVE)
Pressen moderne pneumatische Presse (4.000 kg)
Gären spontane Gärung
Ausbau Lagerung auf der Hefe, Blockieren des biologischen Säureabbaus, Verzicht auf Filtration und Schönung, minimale Zugabe von Schwefel
Lagerung Edelstahl, gebrauchte Tonneaux und Emaillefässer
Betriebsgröße 5 Hektar
Produktion 13.000 Flaschen

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