Meine Alternativen zu den großen Namen

Meine Alternativen zu den großen Namen

Winzer-Champagner, die es mit Krug, Dom Pérignon und Selosse aufnehmen.
Oft für weniger Geld.


Immer wieder werde ich gefragt, welche Alternativen es zu Krug, Dom Pérignon, Selosse oder z. B. auch Ulysse Colin gibt. Verständlich. Denn diese Champagner sind sehr kostspielig oder so rar, dass man sie fast nicht ergattern kann. Auch höre ich oft, dass man bereits einen Lieblingschampagner hat, einen von den großen Marken wie Bollinger Special Cuvée, Pol Roger Brut Réserve, Ruinart Rosé oder Veuve Clicquot, aber trotzdem gern mal etwas anderes, etwas Ähnliches, ausprobieren möchte. Die etablierten Namen haben ihren Platz verdient. Aber es gibt Champagner von kleineren, ambitionierten Winzern, die es an Qualität, Charakterstärke und Persönlichkeit mit ihnen aufnehmen können und sie oft übertreffen. Und das oft zu einem günstigeren Preis. Hier habe ich für Sie einige der bekanntesten Champagner aufgelistet und ähnliche, äußerst reizvolle Alternativen herausgesucht. Champagner sind zum Entdecken da. Nutzen Sie die Gelegenheit!

 

Dom Pérignon

Dom Pérignon besteht aus rund 50% Chardonnay und 50% Pinot Noir. Er ist immer ein Jahrgangs-Champagner ohne Reserveweine und liegt mindestens acht Jahre auf der Hefe. Die Dosage beträgt ca. 7 g/l. Der Stil ist füllig, frisch und etwas süßlich. Charakteristisch ist eine reduktive Note mit einem feuersteinig-rauchigen Charakter.

Hugues & Lucille Godmé – Grand Cru Millésime 2013 brut nature
60% Chardonnay und 40% Pinot Noir ohne Reserveweine und mit 116 Monaten Hefelager ähnelt dieser Champagner von den Daten her Dom Pérignon. Godmés Millésime ist trockener, präziser, kraftvoll, aber nicht mollig. Auch eine leichte Reduktionsnote ist erkennbar.

Georges Remy – Le Mont de Tauxières Grand Cru brut nature 2019
Halbe halbe Chardonnay und Pinot Noir, keine Reserveweine, wie bei Dom Pérignon. Doch Le Mont de Tauxières ist kraftvoller, imposanter und trockener. Reduktion spielt bei diesem Champagner keine Rolle.

La Borderie – Cuvée Val Moré
Val Moré ist ein reinsortiger Pinot Noir ohne Reserveweine, mit 48 Monaten Hefelager sowie einer Dosage von 3 g/l. Die stilistischen Unterschiede sind groß. Doch Val Moré ist ein großer, würdiger Champagner, der sich nicht zu verstecken braucht.


Krug – Grande Cuvée 

Pinot Noir stellt mit knapp 50% den größten Anteil vor Chardonnay und Meunier. Der Reserveweinanteil liegt bei 35 bis 50%, wobei die ältesten Weine enorm alt sind (über 20 Jahre). Zusätzlich wird jeder Grundwein im Holzfass vergoren. Die Dosage liegt um 5 g/l und ist damit moderat. Grande Cuvée ist komplex und tiefgründig, mit Noten von Brioche, Toast und Haselnüssen und sehr langem Abgang.

Clément Perseval – Les Tremblaies Premier Cru Millésime
Wie Krug schmecken, aber deutlich günstiger sein, geht leider nicht. Aber Les Tremblaies überzeugt und ist wirklich eine Alternative. 50% Meunier und 50% Pinot Noir ohne Reserveweine und mit 109 bis 119 Monaten Hefelager sowie ohne Dosage: kein Reserveweinanteil wie bei Krug, aber das sehr lange Hefelager führt zu einer vergleichbaren Tiefe und Komplexität.

Roger Barnier – Les Chauffours extra brut
80% Meunier und 20% Pinot Noir ohne Reserveweine und mit 58 Monaten Hefelager sowie einer Dosage von 4 g/l. Les Chauffours ist ausgewogen, tiefgründig und interessant. Mit der Flasche hat man garantiert über den Abend extrem viel zu entdecken.

Barrat-Masson – Les Volies brut nature
50% Chardonnay und 50% Pinot Noir ohne Reserveweine und mit 52 Monaten Hefelager sowie ohne Dosage: kein Meunier, kein Reservewein, aber ein großartiger Champagner. Nicht von der Finesse und Ausgewogenheit wie Krug. Aber enorm präzise, strukturiert, kraftvoll, reif und frisch.

Selosse – Initial

Initial besteht aus 100% Chardonnay aus den Grand-Cru-Gemeinden Avize, Cramant und Oger. Er vereint drei Jahrgänge, wobei der Reserveweinanteil bei rund 50% liegt. Die Vergärung erfolgt spontan in Barriques, ohne biologischen Säureabbau, die Dosage liegt bei ca. 4 g/l. Der Stil ist oxidativ und dicht, mit ausgeprägter Mineralität und einer Komplexität, die eher an großen weißen Burgunder erinnert als an klassischen Champagner.

Barrat-Masson – Les Margannes brut nature
100% Chardonnay ohne Reserveweine, im Holz ausgebaut und mit sehr langem Hefelager sowie ohne Dosage: reinsortiger Chardonnay von Kreideböden der Côte de Sézanne, der die mineralische Präzision und Dichte von Selosse Initial widerspiegelt. Dabei ist Les Margannes etwas schlanker, frischer und weniger von Holz geprägt.

Paul Launois – Illustration No. 6 Grand Cru brut nature
Blanc de Blancs aus dem Nachbarort von Selosse, mit einem Drittel Reservewein aus dem Vorjahr und 24 Monaten Hefelager. Holz steht auch bei Illustration etwas weiter im Hintergrund. Doch Illustration ist großartiger Mesnil-sur-Oger-Champagner!

Christian Gosset – Sorangeon Grand Cru brut nature
Blanc de Blancs aus Chouilly im neueren Barrique ausgebaut. Chouilly ist etwas mineralischer und schlanker als die südlichen Orte der Côte des Blancs, die Initial von Selosse den Stempel aufdrücken.


Selosse – Substance

Substance besteht aus 100% Chardonnay Grand Cru aus Avize. Der jüngste Jahrgang macht nur rund ein Viertel aus, der Rest sind bis zu 40 Jahre alte Reserveweine. Die Dosage liegt unter 2 g/l. Der Stil ist von Tiefe und Oxidation geprägt, mit Salz, Reifenoten und Kreide.

Paul Launois – Portrait "first press" 2015
Blanc de Blancs aus Mesnil-sur-Oger. Das sehr lange Hefelager erzeugt eine Reife und Tiefe, die dem oxidativen Charakter von Selosse Substance nahekommt, auch wenn kein Solera-System zugrunde liegt.

Georges Remy – Les Muits Premier Cru brut nature
Weg von der Côte des Blancs, hin nach Bouzy. Intensität, Kraft und Feinheit sind hier zu finden. Weniger die kreidige Mineralität von Selosse. Hoch interessant und mit Potenzial, ganz groß zu werden.

Guillaume Sergent – Prés de Dieu Premier Cru brut nature
Hier nochmal ein ganz kalkiger Champagner, nicht von der Côte des Blancs. Chardonnay ohne Reserveweine und mit 66 Monaten Hefelager. Große Unterschiede zu Selosse. Aber puristisch, genau, salzig und druckvoll. Ein ganz großer Champagner!


Ulysse Collin – Blanc de Blancs

Die Blanc de Blancs Cuvées (Les Pierrières, Les Roises und Les Enfers) bestehen aus 100% Chardonnay aus den jeweiligen Einzellagen. Der Reserveweinanteil liegt bei rund 20%, das Hefelager zwischen 48 und 60 Monaten. Die Dosage fällt mit 1 bis 2 g/l sehr niedrig aus. Der Stil ist präzise und mineralisch geprägt, mit oxidativen Noten durch den Fasseinsatz und einer Dichte, die eher an Burgund als an klassischen Champagner erinnert.

J.L. Vergnon – O.G. Grand Cru Millésime brut nature 2015
Blanc de Blancs ohne Reserveweine und mit 60 Monaten Hefelager aus Oger. Mineralisch, präzise, salzig-frisch, grandios!

Thomas Perseval – Lieu Dit Le Village Millésime brut nature
Blanc de Blancs von der Montagne de Reims, genauer aus Chamery. Pur, mineralisch, straff, einzigartig!

Antoine Chevalier – Carkonnia Le Jardin de Meunier extra brut
Enorm intensiver und prägnanter Blanc de Blancs, ganz aus dem Osten der Champagne. Noch wenig bekannt, steht Antoine Chevalier vielleicht da, wo Ulysse Collin vor 10 Jahren war.


Bollinger – Special Cuvée

Mit ca. 60% dominiert Pinot Noir. Der Reserveweinanteil liegt bei etwa der Hälfte, davon reifen 5 bis 10% bis zu 18 Jahre in Magnums unter Kork. Etwa ein Drittel der Grundweine werden im Holzfass vergoren. Die Dosage beträgt 8 g/l. Der Stil ist kraftvoll und körperreich mit Noten von roten Äpfeln, Brioche und frischer Walnuss.

Christian Gosset – A06 Grand Cru brut
Mit 80% Pinot Noir aus Grand Cru Aÿ, dem gleichen Terroir wie Bollinger, 20% Reservewein aus dem Vorjahr und 32 Monaten Hefelager ist der A06 die konzeptuell nächste Alternative: Pinot-dominiert, aus demselben Dorf, mit handwerklichem Anspruch und einer Dosage von 3 g/l.

La Borderie – Trois Contrées
Mit 70% Pinot Noir, 15% Reserveweinen und einer Dosage von 2 g/l ist dieser Champagner Bollinger in Rebsortengewichtung und Assemblage-Ansatz ähnlich, bleibt dabei aber im Winzerstil: trockener, klarer, präziser.

Georges Remy – Les Quatre Terroirs
Mit nahezu nur Pinot Noir (10% Reserveweine aus vier Vorjahren) und 27 Monaten Hefelager spiegelt dieser Champagner den Pinot-Noir-Fokus und den Mehrjahrgangs-Ansatz von Bollinger wider. Les Quatre Terroirs ist dabei etwas kraftvoller und weniger reif als Special Cuvée.


Charles Heidsieck – Brut Réserve

Alle drei Rebsorten sind enthalten, wobei Chardonnay und Pinot Noir überwiegen. Mit 50% hat Brut Reserve viel Reservewein, der mit einem Durchschnittsalter von zehn Jahren sehr alt ist. Die Dosage fällt mit ca. 9 g/l etwas höher aus. Der Stil ist rund, süßlich und vollmundig mit cremiger Textur und deutlicher Reifenote.

Redon – Le Grand R 50:50
Mit 50% Chardonnay und 50% Pinot Noir, 50% Reserveweinen aus den beiden Vorjahren und 84 Monaten Hefelager kombiniert der Le Grand R einen hohen Reserveweinanteil mit sehr langer Hefestandzeit und trifft damit die Tiefe und Reife, die Charles Heidsieck über sein umfangreiches Reserveweinsystem erreicht.

Marc Hébrart – Rive Gauche / Rive Droite
Mit 50% Chardonnay und 50% Pinot Noir, keinen Reserveweinen, aber 120 Monaten Hefelager bietet dieser Jahrgangs-Champagner eine ähnliche Reife und Tiefe wie der Brut Réserve von Charles Heidsieck.

Margaine – Special Club
Mit 100% Premier-Cru-Chardonnay, keinen Reserveweinen, aber 89 Monaten Hefelager und einer Dosage von 6 bis 8 g/l liefert der Special Club die cremige Textur und Reifekomplexität, die Charles Heidsieck über seinen hohen Reserveweinanteil erreicht.


Laurent-Perrier – La Cuvée

Alle drei Rebsorten sind enthalten, mit über 50% Chardonnay als dominanter Sorte. Der Reserveweinanteil ist gering und umfasst nur zwei bis drei Vorjahrgänge, Holzfass wird nicht eingesetzt. Die Dosage liegt bei 9 g/l. Der Stil ist frisch, leicht und nicht-oxidativ mit klarer Zitrusfrucht und weißen Blüten.

Drémont-Marroy – La Lierie
Mit 60% Chardonnay und 40% Pinot Noir, 30% Reservewein aus dem Vorjahr und 36 Monaten Hefelager trifft dieser Champagner den Chardonnay-dominierten, frischen Stil von Laurent-Perrier La Cuvée sehr gut.

Domaine Méa – Le Grillon
Mit 70% Chardonnay und 30% Pinot Noir, keinen Reserveweinen und 36 Monaten Hefelager ist Le Grillon eine präzise, Chardonnay-betonte Alternative, die die florale Leichtigkeit von Laurent-Perrier widerspiegelt.

Redon – Un R d'autrefois
Mit fast nur Chardonnay und 50% Reserveweinen aus den beiden Vorjahren bietet dieser Champagner noch mehr Chardonnay-Dominanz als Laurent-Perrier, ergänzt durch einen für Winzer-Champagner ungewöhnlich hohen Reserveweinanteil.


Louis Roederer – Collection

Die Collection besteht aus rund 40% Chardonnay gefolgt von Pinot Noir und Meunier. Der Reserveweinanteil ist mit 45% sehr hoch: 35% kommen aus einer Réserve perpétuelle mit bis zu zwölf Jahre alten Weinen, weitere 10% wurden im Holzfass ausgebaut. Die Dosage liegt oft bei 7 g/l. Der Stil verbindet Frische mit Tiefe und ist komplexer sowie etwas straffer als die meisten anderen Marken seiner Preisklasse.

Barrat-Masson – Grain d'Argile brut nature
Grain d'Argile bietet mehr Pinot Noir als Roederer Collection (70% Pinot Noir und 30% Chardonnay), verfügt über ähnlich viel Reservewein (40%), ist aber deutlich trockener, präziser und mineralischer.

Hugues & Lucille Godmé – La Réserve Premier Cru brut
Mit je einem Drittel Chardonnay, Meunier und Pinot Noir, 50% Reservewein aus den zwei Vorjahren und 32 Monaten Hefelager sowie einer Dosage von 4 g/l trifft dieser Champagner die Rebsortenkombination und den erheblichen Reserveweinanteil von Roederer Collection.

Maxime Ponson – La Petite Montagne
Mit 34% Chardonnay, 45% Meunier, 21% Pinot Noir und 18% Reservewein aus dem Vorjahr sowie 45 Monaten Hefelager und einer Dosage von 1 g/l bietet dieser Champagner einen ähnlich vielschichtigen Assemblage-Ansatz wie die Roederer Collection, allerdings mit deutlich geringerer Dosage.


Moët & Chandon – Brut Impérial

Alle drei Rebsorten sind enthalten, wobei Pinot Noir und Meunier mit je 30 bis 40% überwiegen. Der Reserveweinanteil liegt bei 20 bis 30% und ist ein bis zwei Jahre alt. Die Dosage beträgt 7 bis 9 g/l. Der Stil ist fruchtig und zugänglich.

Guy Brunot – Grande Réserve brut
Der Dreisortenmix aus 30% Chardonnay, 40% Meunier und 30% Pinot Noir trifft das Rebsortenprofil von Moët Brut Impérial am direktesten. Dazu kommen 25% Reserveweine aus einer Réserve perpétuelle und eine Dosage von 6 g/l, die den zugänglichen Stil des Originals widerspiegelt.

Gamet – Rive Gauche extra brut
55% Meunier, 30% Pinot Noir und 15% Chardonnay entsprechen der Meunier-Betonung von Moët. Der Reserveweinanteil liegt bei 15%, die Dosage mit 2 g/l deutlich niedriger als beim Original. Rive Gauche ist also trockener, frischer und direkter.

Drémont-Marroy – Le Triau
Mit 50% Meunier, 30% Chardonnay und 20% Pinot Noir ergibt sich ein ähnlicher Dreisortenmix wie bei Moët, ergänzt durch 30% Reservewein aus dem Vorjahr. Das Hefelager von 42 Monaten liegt deutlich über dem von Moët Brut Impérial. Le Triau zeigt mehr Präzision und Komplexität als der Bestseller aus der Champagne.


Pol Roger – Brut Réserve

Zu je einem Drittel sind alle drei Rebsorten enthalten. Der Reserveweinanteil liegt bei 25 bis 30% und stammt aus den drei Vorjahren. Die Dosage beträgt meistens 8 g/l. Brut Reserve ist klassisch ausgewogen, frisch und etwas austrocknend ohne ausgeprägte Reife- oder Holznoten.

Maxime Ponson – Charme Noir
33% je Rebsorte und 24% Reservewein aus dem Vorjahr treffen den ausgewogenen Dreisortenmix von Pol Roger sehr genau. Die 45 Monate Hefelager liegen deutlich über dem Original, die Dosage von 3 g/l etwas darunter.

Domaine Méa – La Rencontre extra brut 2021
Alle drei Rebsorten sind zu je einem Drittel enthalten, was den ausgewogenen Assemblage-Ansatz von Pol Roger direkt widerspiegelt. Ohne Reserveweine und mit 35 Monaten Hefelager ist der Stil frisch, trocken, fruchtbetont und präzise.

Julien Prélat – Chantemerle
Mit 100% Pinot Noir aus einer Einzellage entspricht Chantemerle nicht Brut Réserve von Pol Roger. Bei Qualität, Tiefe und Zugänglichkeit gibt es aber keine Abstriche.


Ruinart – Rosé Brut

Der Rosé besteht aus ca. je zur Hälfte Pinot Noir und Chardonnay. Meunier ist nicht enthalten. Knapp 20% des Pinot Noir sind als leichter Rotwein vinifiziert. Der Reserveweinanteil liegt bei 20 bis 30%, die Dosage bei ca. 8 g/l. Der Stil ist fruchtbetont, etwas kernig und rotbeerig.

Margaine – Premier Cru Rosé brut
Mit 76% Chardonnay und 24% Pinot Noir, 30% Reservewein und einer Dosage von 9 g/l liefert Margaine einen strukturierten, ausdrucksstarken Rosé, der etwas agiler und eleganter als Ruinarts Rosé daherkommt.

La Borderie – Douce Folie
Mit 100% Pinot Noir als Saignée-Rosé ohne Reserveweine und mit einer Dosage von 1 g/l unterscheidet sich Douce Folie deutlich von Ruinart. Doch La Borderies Rosé ist ungemein lebendig, intensiv und elegant, so dass er sich so gar nicht hinter dem beliebten Rosé von Ruinart verstecken muss.

Domaine Méa – Rosa Délice
70% Chardonnay und 30% Pinot Noir ohne Reserveweine und mit 30 Monaten Hefelager sowie einer Dosage von 3 g/l entsprechen der Chardonnay-Pinot-Struktur des Ruinart Rosé, bleiben dabei aber im belebenden schlank-frischen Winzerstil.


Taittinger – Brut Réserve

Chardonnay macht 40 bis 50% der Cuvée aus. Damit hat er einen der höchsten Anteile dieser Sorte unter den bekannten, großen Marken. Der Reserveweinanteil liegt bei 20 bis 30%. Die Dosage fällt mit 9 g/l etwas höher aus. Der Stil ist leicht, frisch, floral und zugänglich.

Margaine – Le Brut
85 bis 90% Chardonnay mit etwa der Hälfte Reserveweinen aus bis zu sechs Jahrgängen und einer Dosage von 7 g/l treffen die Chardonnay-Dominanz von Taittinger, ergänzen sie aber durch einen deutlich höheren und älteren Reserveweinanteil. Das steht für mehr Frische und Komplexität.

Redon – Un R d'autrefois
Mit 90% Chardonnay und 10% Pinot Noir, 50% Reservewein aus den beiden Vorjahren und 36 Monaten Hefelager ist Un R d'autrefois eine Top-Alternative zu Taittingers Brut Réserve.

Roger Barnier – Cuvée Exquise
Cuvée Exquise trumpft mit 60% Chardonnay, 30% Meunier und 10% Pinot Noir auf. Ohne Reserveweine, dafür mit 60 Monaten Hefelager und einer Dosage von 4 g/l. Mehr Chardonnay, kein Reservewein, längeres Flaschenlager, trockener: Klingt nicht nur vielversprechend, ist es auch!


Veuve Clicquot – Yellow Label

Pinot Noir dominiert mit 50 bis 55%. Der Reserveweinanteil liegt bei 25 bis 40%, wobei die ältesten Weine bis zu 30 Jahre alt sind. Die Dosage ist mit ca. 10 g/l im Häuservergleich sehr hoch. Der Stil ist körperreich und fruchtbetont mit roter Beerenfrucht und spürbarer Fülle.

Dehours et Fils – Grande Réserve brut
Die 30 bis 40% Reserveweine, die in einer Solera seit 1998 lagern, geben dem Meunier-dominierten Grande Réserve eine enorme Reife und Tiefe.

Domaine Nowack – Autre Cru extra brut
100% Meunier mit 40% Reservewein aus dem Vorjahr und 18 Monaten Hefelager, kaum Dosage. Hier haben wir mal einen völligen Gegensatz. Extrem reizvoll, tiefgründig, weinig, richtig gut!

Gamet – La Vallée Suspendue extra brut
Viel Meunier (80%) mit etwas Pinot Noir und Chardonnay, 70% Reserveweine aus Jahrgängen von 1999 bis 2014 und eine Dosage von 4 g/l. La Vallée Suspendue ist enorm tiefgründig, reif, trocken und präzise.

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